# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S108 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 108 Verhandlungen der 26. Allgemeinen oder bildung farbiger Prediger und Lehrer behülflich zu ſein durch Dar⸗ reichung reichlicher Liebesgaben, damit die für den Collegebau zu Greensboro benöthigten $15,000.00 baldmöglichſt zuſammenkommen. 3. Beſchloſſen, daß alle unſere Gemeinden, resp. Gemeinde⸗ glieder herzlich gebeten werden, die „Miſſions⸗Taube“, resp. den Pioneer, die beide im Dienſte der Negermiſſion ſtehen, dauernd zu halten und zu leſen. Japaneſenmiſſion. „Die California⸗Concordia⸗Conferenz von San Francisco be⸗ ſchäftigte ſich in ihrer Verſammlung am 25. April u. a. eingehend mit der Frage, ob es nicht die höchſte Zeit ſei, daß unſere Synode ihre Miſſionsthätigkeit auch auf die zu Tauſenden hier einwandernden Japaneſen ausdehne. „Veranlaßt wurde die Conferenz zu ſolcher Erwägung durch die Thatſache, daß gerade in der letzten Zeit die Einwanderung dieſer Leute in einem ſolchen Maße zugenommen hat, daß vielfach ſogar ernſtliche Beſorgniß gehegt wird, unſer Land möchte mit denſelben überfluthet werden. Wie hoch die Zahl der jetzt hier anſäſſigen Japaneſen iſt, konnte allerdings nicht ſofort ermittelt werden, aber es wurde erwähnt, daß allein mit dem letzten Dampfer vom Orient, der ‚Manchuria‘, über 900 Japaneſen hierher gekommen ſeien; und dies ſei keineswegs ein Ausnahmefall, ſondern nur ein Beiſpiel aus vielen; die monatliche Einwanderung belaufe ſich wenigſtens auf 1000. „Dann wurde darauf hingewieſen, wit welchem Eifer und Erfolg andere Kirchengemeinſchaften unter denſelben hier miſſioniren. Und wenn ſchon die Secten, die doch den Heilsweg nicht klar und deutlich lehren, ſich das ſo angelegen ſein ließen, wie viel mehr ſollten wir, die wir das reine Gotteswort haben und den Auftrag, es allen Völkern zu verkündigen, auch hier dieſem Auftrage nachkommen und mit Ernſt und Eifer die Miſſion unter dieſem armen heidniſchen Volke in An⸗ griff nehmen! Und das um ſo mehr, da wir dieſen Heiden nicht mit vieler Mühe und Unkoſten in ihrem Heimathlande nachzugehen brauch⸗ ten, ſondern ſie zu uns kämen und wir ſo die beſte Gelegenheit hätten, unter ihnen zu wirken. Auch inſofern ſei die Miſſion unter ihnen leicht, als die allermeiſten ſich raſch die engliſche Sprache aneigneten. Zur erfolgreichen Arbeit unter ihnen ſeien daher nicht mehr Mittel erforderlich als zur Arbeit in der Inneren Miſſion hierſelbſt. „Ferner wurde hingewieſen auf den Umſtand, daß dieſe Leute überaus lernbegierig ſeien und nicht nur in großer Zahl alle gewöhn⸗