# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S102 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 102 Verhandlungen der 26. Allgemeinen oder auch ſchon confirmirt iſt, die Schule weiter zu führen und ihr eine andere Indianerin zu Hülfe zu geben, die die nöthige Hausarbeit verrichte, bis uns Gott eine für dieſen Miſſionspoſten paſſende Per⸗ ſon habe finden laſſen. Mit Hülfe dieſer und anderer Indianerinnen wurde die Schule, ſo gut es eben ging, das Schuljahr hindurch mit etwa 12 Kindern gehalten. Auch wurde nach Ueberwindung außer⸗ ordentlicher Schwierigkeiten eine eigene Lehrerwohnung gebaut für circa $1000.00, und die Commiſſion ſuchte nun wieder die ganze Synode ab nach einem Miſſionar oder Lehrer für Zoar. „Und Gott der HErr ließ uns abermals finden. Herr Lehrer Aug. Krenke von St. Louis folgte unſerm Rufe und trat ſein Amt an am 1. September des vergangenen Jahres. Da derſelbe ein Geſpann Pferde haben mußte, um für ſeine Familie und die India⸗ nerkinder die nöthigen Naturalien herbeizuſchaffen und um auch mit der übrigen Welt in Verbindung bleiben zu können, ſo ſchaffte die Commiſſion ein ſolches an und baute einen Stall — der aber noch nicht ganz fertig iſt — für circa $200.00. „Herr Lehrer Krenke hat ſammt Frau und Schwiegereltern den Herbſt und Winter hindurch auf ſeinem Poſten gearbeitet und ſich gewiß alle Mühe gegeben, nicht nur in der Schule, in der er es bis zu 14 Kindern brachte; aber auch er klagte ſehr über das Ungeziefer und die große Unreinlichkeit der Kinder. In der Verſammlung am 6. März dieſes Jahres aber berichtete er, daß er des leidenden Zuſtandes ſeiner Frau wegen ſeinen Beruf in Zoar aufgeben und ſchon in allernächſter Zeit wegziehen müſſe. In Folge deſſen be⸗ ſchloß die Commiſſion, daß Miſſionar Kretzmann wieder, wie im vorigen Jahre, mit Hülfe von Indianerinnen die Schule fortführe, bis wir die Sachlage in Zoar der Synode vorgeſtellt haben, oder bis ſich uns ein anderer und beſſerer Ausweg zeigt. Zu bemerken wäre hier, daß wir für die Station Zoar auf Wunſch der dort anſäſſigen Menominee⸗Indianer aus ihrem timber fund, welcher von der Re⸗ gierung verwaltet wird, eine Unterſtützung bekommen, die ſich auf jährlich $108.00 für jedes Menominee⸗Kind beläuft, welches regel⸗ mäßig unſere Schule beſucht. Der Contract, den wir diesbezüglich mit der Regierung abſchließen mußten, lautet auf 40 Kinder. Da wir aber noch lange nicht 40 Kinder haben, und da vor allen Dingen der Schulbeſuch bis jetzt noch ſehr unregelmäßig iſt und nur für Durchſchnittsbeſuch bezahlt wird, ſo iſt die Hülfe, die wir bisher von dieſer Seite bekommen haben, noch ſehr gering. Wir bekamen bis jetzt für das erſte Quartal $58.50, für das zweite $82.46, für das dritte $91.18. Wenn die Kinder erſt einmal gelernt haben, regel⸗