# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S100 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 100 Verhandlungen der 26. Allgemeinen oder bei chriſtlichen Indianerfamilien unterbringen und für deren Ver⸗ pflegung 10 Cents die Mahlzeit oder 25 Cents per Tag bezahlen. Daß die Kinder in dieſen Familien unter chriſtlicher Zucht ſtehen, auch Morgen⸗ und Abendandachten mit ihnen abgehalten, und daß ſie zu Tiſchgebeten angehalten werden ꝛc., iſt nicht nur das ſtete Be⸗ ſtreben unſers gewiſſenhaften Miſſionars, ſondern geſchieht auch that⸗ ſächlich bei allen. Wenn wir nicht auf dieſe Weiſe die Schulkinder in Red Springs unterbringen könnten, wenn wir alſo ſelbſt ſie be⸗ herbergen und beköſtigen müßten, würde uns dieſe Miſſion viel mehr koſten, weil wir dann noch mehr Gebäude errichten und Dienſtperſonal anſtellen und erhalten müßten. „Zoar. (Unſer Schmerzenskind.) Wie wir zu dieſer zweiten Station gekommen ſind, erſieht die Ehrw. Synode aus einigen Sätzen des Protokolls der Verſammlung, welche am 5. Januar 1903 von Ihrer Commiſſion abgehalten wurde. Dieſelben lauten etwa ſo: „Miſſionar Kretzmann berichtete ausführlich über das ſoge⸗ nannte Waiaskeſit⸗Settlement (wir haben es Zoar genannt) auf der Menominee⸗Reſervation. Dasſelbe befindet ſich etwa 20 Meilen von unſerer Station in Red Springs im tiefſten Urwald. Der Fahrweg dahin iſt — ausgenommen im Winter — zum größten Theil ent⸗ ſetzlich. Die dort wohnenden Indianer, Menominees, Pottawatomies, Ojibwas ꝛc., ſind noch Heiden und nicht mit Schule verſorgt. Sie weigern ſich entſchieden, ihre Kinder nach Keſhena, in die Regierungs⸗ oder katholiſche boarding school zu ſchicken, hingegen wünſchen ſie eine Schule in ihrem Settlement und haben unſerm Miſſionar gegenüber eine dahinlautende Bitte ausgeſprochen. Letzterer hat die Anſiedlung zweimal beſucht und dort gründlich Umſchau gehalten. Nach ſeiner Darſtellung, die von einigen unſerer Red Springs⸗Indianer beſtätigt wurde, wäre da eine günſtige Gelegenheit, zunächſt eine Miſſions⸗ ſchule zu gründen. Auch der damalige Indianeragent verſprach, wenn wir da anfangen würden, uns dort nicht mit einer public school Oppoſition machen zu wollen, wie das in Red Springs der Fall iſt, wodurch unſere Arbeit ſehr erſchwert wird. Auch hofften wir, da die Schule billiger führen zu können, weil wenigſtens eine Anzahl Kin⸗ der des Abends nach der Schule nach Hauſe könnten und wir alſo nicht ſo viele zu beherbergen und zu beköſtigen hätten. Es wurden $500.00 bewilligt, womit wir hofften ein Gebäude herſtellen zu kön⸗ nen, in welchem Schule und gottesdienſtliche Verſammlungen abge⸗ halten werden könnten und das zugleich auch dem Lehrer als Woh⸗ nung dienen ſolle. Auch wurde ein Bittgeſuch nach Waſhington, D. C., ausgefertigt, um das für die Miſſion nöthige Land zu be⸗ kommen.