# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S99 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 11. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1905. 99 für das letztvergangene Jahr 1904 lautet, wie folgt: 1 Gemeinde, 1 Predigtplatz, 144 Seelen, 27 communicirende und 8 ſtimmberech⸗ tigte Glieder, 1 Schule, an welcher in den letzten drei Jahren der Miſſionar und verſchiedene Aushelfer gearbeitet haben, 30 Schul⸗ kinder, 8 Getaufte, darunter 2 Erwachſene, 2 Confirmirte, beide Er⸗ wachſene, 86 Communicanten (Privatbeichte 5, allgemeine Beichte 81), 5 copulirte Paare, 7 Begrabene. — Es wird in Red Springs regelmäßig Gottesdienſt am Sonntag⸗Vormittag und Nachmittags Chriſtenlehre gehalten; an Wochentagen Paſſionsgottesdienſte, Sing⸗ ſtunde und Verſammlung des Frauenvereins, in welchen ebenfalls etwas zur Belehrung und Erbauung aus Gottes Wort vorgetragen oder vorgeleſen wird. Auch werden in den Gottesdienſten Klingel⸗ beutelcollecten erhoben, von deren Ertrag die kleineren Bedürfniſſe der Gemeinde beſtritten werden. Die Verhältniſſe in dieſer Ge⸗ meinde geſtalten ſich je länger je ähnlicher denen in unſern weißen Gemeinden. Daß aber auch in dieſer kleinen Gemeinde nicht alles Weizen iſt, ſondern auch manches Unkraut immer und immer wieder offenbar wird, iſt leider auch wahr. Beſonders hat unſer Miſſionar Klage zu führen über Unzuverläſſigkeit mancher männlichen Glieder. Auch in der Indianermiſſion machen wir im Großen und Ganzen die Erfahrung, daß mit den Alten nicht mehr viel anzufangen iſt; wir müſſen daher unſere Hoffnung um ſo mehr auf die Jugend ſetzen, die unter dem Einfluſſe des Wortes Gottes in unſerer Schule aufwächſt. „Um ſo mehr iſt es zu beklagen, daß es uns bis Dato noch nicht gelungen iſt, wieder einen eigenen Lehrer für dieſe Schule zu ge⸗ winnen. Nachdem es Gott dem HErrn gefallen hat, im Januar 1903 unſern Lehrer O. W. Volkert nach nur 4½ Monate langer Thätigkeit durch einen ſeligen Tod in ſein Himmelreich zu nehmen, iſt es uns trotz eifrigſter Bemühungen noch nicht gelungen, wieder einen Lehrer zu bekommen. Die ganzen 2½ Jahre hindurch haben wir uns mit zum Theil ſehr kümmerlicher und verſchiedenartigſter Aushülfe begnügen müſſen, Monate lang mit etwas beſſer geſchulten Indianermädchen, die aber ihrer Aufgabe durchaus nicht gewachſen waren. Augenblicklich haben wir einen Studenten von Springfield, der mit Treue und gutem Geſchick arbeitet, den wir aber am Ende des Schuljahres wieder hergeben müſſen. Ob die Ehrw. Verthei⸗ lungscommiſſion unſern abermals ihr zugeſandten Beruf diesmal berückſichtigen kann? Gott gebe es! „Wohl die meiſten Koſten in Red Springs verurſacht die Schule daſelbſt, und zwar deshalb, weil wir genöthigt ſind, die größere Anzahl der Schulkinder zu beköſtigen, zu beherbergen und zum Theil auch zu kleiden. Wir thun das in der Weiſe, daß wir dieſe Kinder