# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S95 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 11. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1905. 95 euch warnen und kommt uns zu Hülfe! Mit derſelben Kraft, mit der wir die Cadets von der Allen⸗Straße verjagt haben, können wir auch die finſtere Miſſion der Oſtſeite aus der jüdiſchen Nachbarſchaft vertreiben. Die Peſt der Judenmiſſion muß aus unſerer Mitte ver⸗ jagt werden. Der finſtere Meſchumed hat kein Recht an uns und unſere Kinder.‘ So weit das jüdiſche Tageblatt. Durch dieſe ge⸗ häſſigen Artikel in den jüdiſchen Blättern erreichte jedoch die Tomche Hajudoth ihren Zweck nicht, darum wurden andere Mittel ange⸗ wandt. Die Säulen Iſraels ſtellten jetzt handfeſte Spione in der Nähe des Miſſionslocals auf. Dieſe fielen über die Beſucher der Miſſionsgottesdienſte her mit Läſtern, Schimpfen und Schmähen, und wenn das nicht half, ſo bearbeiteten ſie ſie mit ihren Fäuſten. Auch jüdiſche Gaſſenjungen wurden angeſtellt, die vor dem Miſſions⸗ local herumſchwärmten, und wenn der Gottesdienſt anfing, wie eine Meute wilder Thiere johlten, brüllten und in das Local hinein⸗ ſchrieen. Unter ſolchen Umſtänden war es oft unmöglich für den Miſſionar, ſeine Predigt fortzuſetzen, und für die Beſucher, mit An⸗ dacht zuzuhören. Die Polizei, die hier auch bereits ſtark verjudet iſt, ſchien nichts thun zu wollen. Obwohl der Capitän der Polizei⸗ ſtation von Seiten des Miſſionars, ſowie von Seiten der Juden⸗ commiſſion angegangen wurde, einen Poliziſten zur Zeit des Gottes⸗ dienſtes vor dem Miſſionslocal aufzuſtellen, ſo that er dies doch nur höchſt ſelten, und wenn ein Poliziſt kam, ſo wußten die Judenjungen ihn durch einen falſchen Feueralarm von ſeinem Poſten wegzulocken, um ihre Störungen fortſetzen zu können. Dieſe Störungen erreichten ihren Gipfelpunkt, als an einem Freitag⸗Abend während der Predigt zweimal auf den Miſſionar geſchoſſen wurde. „So bot die Tomche Hajudoth und die jüdiſche Preſſe alles auf, unſerer Miſſion den Todesſtoß zu geben. Die natürliche Folge dieſer Umtriebe war, daß die Juden, die die Gottesdienſte beſuchten, das Miſſionslocal mieden, weil ſie fürchteten, ſie könnten hier zu Schaden kommen. Es wurde demnach dem Miſſionar unmöglich gemacht, öffentliche Gottesdienſte zu halten. Auch die Kinder, die mit großer Mühe geſammelt und mit allem Fleiß unterrichtet worden waren, waren wieder verſcheucht. Die Säulen Iſraels gingen aber noch weiter. Sie veranlaßten eine Verſammlung aller jüdiſchen Religions⸗ vorſteher, um auch in den Synagogen alle Hebel gegen unſere Miſſion in Bewegung zu ſetzen. Dieſe Verſammlung beſchloß, daß alle Juden, die die Miſſion beſuchen oder ihre Kinder dorthin ſchicken würden, in den Bann gethan werden ſollten; ihre Söhnlein ſollten nicht beſchnitten werden, ihre Todten ſollten auf keinem jüdiſchen Kirchhofe eine Grabſtätte finden, und keiner ſollte in der Synagoge