# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S94 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 94 Verhandlungen der 26. Allgemeinen oder Schaar Judenkinder wurde für den chriſtlichen Unterricht am Sams⸗ tag und Sonntag gewonnen. Von hier aus wurde auch ein achtzehn⸗ jähriger Jüngling, der bereits längere Zeit im chriſtlichen Unterricht geſtanden hatte, am 8. März 1903 nach wohlbeſtandenem Examen von dem Secretär der Miſſion in der Immanuels⸗Kirche an der öſtlichen 83. Straße getauft. Da, mit einem Mal tauchten die Säulen Iſraels wieder auf, wie ein dunkles, drohendes Geſpenſt aus dem Pfuhl der Hölle. Sie hatten von dem Erfolg des Juden⸗ miſſionars an der Ludlow⸗Straße gehört. Gleich erſchienen in der Judenpreſſe Warnungen über Warnungen gegen unſern Miſſionar. In dieſen Warnungen wurden den Juden die alten Märlein auf⸗ getiſcht, als ob unſer Miſſionar den Judenkindern ein Kreuz auf die Arme ätze, welches nicht mehr ausgelöſcht werden könne. In einem Artikel wurde behauptet, daß unſer Miſſionar mehr als hundert Judenkinder in ein Kloſter gebracht und ſie dort wider ihren Willen getauft habe. Dieſer Artikel erſchien, nachdem Tags zuvor eine Weihnachtsfeier mit 98 Judenkindern in einer dazu gemietheten Halle abgehalten worden war. Mit welchem Haß und mit welcher Bitterkeit die obengenannte Judenbande gegen unſere Miſſion erfüllt war, kann man am beſten aus folgendem Abſchnitt eines Artikels erſehen, der zu jener Zeit in dem jüdiſchen Tageblatt erſchien. Er lautet in der Ueberſetzung alſo: ‚Die ſchwarze Peſt in der Form der Judenmiſſionare hat ſich wieder zu der Oſtſeite gewendet und flößt ihr Gift den jungen unſchuldigen Kindern ein. Die Fledermäuſe der lutheriſchen Kirche haben ſchon längſt ihr Auge auf die jüdiſche Jugend geworfen. Sie haben ſchon immer durch ihren Meſchumed, den Miſſionar, ernſtlich verſucht, die Judenkinder dieſes Stadtviertels ihren Eltern und ihrem Glauben abtrünnig zu machen. Das Haupt⸗ quartier ihrer Miſſionsunreinigkeit befindet ſich an der Ludlow⸗ Straße, einer Straße, die mit Juden vollgepfropft iſt. Daſelbſt wird die finſtere Moral des fremden Glaubens nicht nur alten Juden mit grauen Bärten, ſondern auch kleinen, unmündigen Kindern ge⸗ predigt. Am Verſöhnungstage, einem Tage, den ein jeder Sohn Iſraels mit Faſten und Beten in der Synagoge zubringen ſoll, findet man eine ganze Schaar von Juden mit ihren Kindern bei dem finſtern Miſſionar, wo ſie ſingen, knieen und zu Jeſus Chriſtus beten. O jüdiſche Väter und Mütter! wißt ihr auch, wie weit und wie tief das Kreuz mit ſeinen Wurzeln in die jüdiſche Jugend einge⸗ drungen iſt? Wo man ſteht und geht, hört man keinen Geſang aus dem Munde unſerer Kinder als den des Meſchumed aus der Ludlow⸗ Straße. Dies ſoll alle Juden der Oſtſeite in Scham und Schande einhüllen. O Väter, Mütter und jüdiſche Religionsvorſteher, laßt