# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S77 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 11. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1905. 77 Seiten der Schiffsgeſellſchaft. Natürlich wurden dadurch ſeine Ein⸗ nahmen verringert, ſo daß wir aus der Pilgerhauskaſſe im letzten Jahre $282.64 zuſetzen mußten. In Bremen arbeitet Herr F. Gillhoff mit aller Treue; derſelbe iſt zu Anfang des Jahres 1903 an Stelle Herrn W. Schmidts an⸗ geſtellt worden. In Bremen ſind die Schwierigkeiten, unter welchen der Miſſionar arbeitet, noch größer als in Hamburg. Dort ſind dem Miſſionar die Einnahmequellen faſt gänzlich verſtopft. Es ſteht auch kaum zu erwarten, daß es in dieſer Beziehung je viel beſſer werden wird. In den Jahren 1903 und 1904 mußten wir dort $1420.12 zuſetzen. Immerhin ſind wir jedoch der Meinung, daß dieſe Sta⸗ tionen aufrecht erhalten werden ſollten, da doch eine Vertretung in dieſen wichtigen Hafenſtädten uns nöthig dünkt. Auch glaubt Ihre Commiſſion Mittel und Wege gefunden zu haben, wie die Laſt, welche das Pilgerhaus mit dieſen Stationen zu tragen hat, erleichtert werden kann. — Der Bericht über dieſe Stationen, eingeſandt von Herrn Gillhoff, liegt vor und lautet, wie folgt: „‚So ſtark augenblicklich auch die Auswanderung durch unſere deutſchen Häfen fluthet: die Zahl der deutſch⸗lutheriſchen und evan⸗ geliſchen Emigranten nimmt ab. Und dieſer Umſtand drängt zu der Frage: Iſt es nöthig, daß die beiden deutſchen Zweigſtationen des Lutheriſchen Pilgerhauſes fernerhin von Beſtand bleiben? „‚Was zunächſt Hamburg betrifft, ſo dürfte kein durch⸗ ſchlagender Grund für Einziehung dieſes Miſſionspoſtens vorhan⸗ den ſein. „‚Zwar ging im letzten Jahre der geſchäftliche Gewinn derart zurück, daß ſich ein bedeutender Geldzuſchuß aus der Centrale in New York vernothwendigte. Doch wird dies Minus mehr als einmal aufgewogen durch erhebliche Ueberſchüſſe während der Vor⸗ jahre. Auch ſteht zu erwarten, daß nach Beendigung des Krieges in Oſtaſien, der jetzt alle Grenzen Rußlands ſperrt, eine ſtarke Aus⸗ wanderung der Deutſchruſſen einſetzen wird, die gerade Hamburg zu gute kommen dürfte. Jedenfalls erſcheint es unſtatthaft, wegen der⸗ zeitiger Ebbe das Wiederkehren der Fluth zu bezweifeln. „‚Doch nicht nur in geſchäftlicher, ſondern ganz beſonders auch in kirchlicher Beziehung liegen die Verhältniſſe in Hamburg günſtig. „‚Aus den Bemühungen der evangeliſchen Kreiſe der Landes⸗ kirche iſt zu erſehen, wie wichtig der landeskirchlichen Geiſtlichkeit die Auswanderermiſſion in Hamburg erſcheint, obgleich ſie, ebenſo wie die katholiſche, auf geſchäftlichen Gewinn hier in Deutſchland ganz oder faſt ganz verzichtet. „‚Blicken wir nun zum andern auf Bremen, wo mit der