# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S74 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 74 Verhandlungen der 26. Allgemeinen oder „Wir haben alſo in unſerer Heidenmiſſion während der drei letzten Jahre erfahren, daß der HErr ſchlägt, aber auch wieder heilt. Seiner treuen Leitung und der Fürbitte und Gaben ſeiner Chriſten ſei auch dieſer Zweig unſers Synodalwerkes aufs neue befohlen!“ (Bericht der Commiſſion für Heidenmiſſion.) „Erhaltenem Auftrag gemäß ſchicke ich mich an, Ihnen die auf⸗ richtigen Grüße Ihrer Miſſionare in Oſtindien zu übermitteln und Ihnen zu Ihrer Verſammlung den göttlichen Segen zu wünſchen. „Indem ich aber erwäge, welches Wort ich Ihnen wohl zum Gruße ſagen ſolle, will es mich bedünken, daß vor allem Wünſchen und um Segen Flehen zuerſt ein kräftiges Wort des Dankes öffentlich ausgeſprochen ſein will. Ein Rückblick auf die vergangenen Jahre zeigt mir mit überwältigender Deutlichkeit, wie viel gerade auch wir unſerm treuen Gott und Heiland zu danken haben, und es ſei mir vergönnt, dieſen Dank einmal in der großen Gemeinde der Gläubigen, wie ſie in Ihrer Verſammlung abgebildet iſt, rückhaltlos zum Aus⸗ druck zu bringen. Wofür wir aber zu danken haben, das ſoll vor allem eine Thatſache zeigen, die mir in beſonders lebhafter Erinnerung ſteht. Als auf unſerer Station Kriſhnagiri die furchtbare Peſt aus⸗ gebrochen war, als ein Glied der farbigen Gemeinde nach dem andern davon ergriffen wurde, als auch unſer theurer Bruder Näther aufs Krankenlager ſank, um nicht wieder aufzuſtehen, und die Feinde des Evangeliums ſchon über uns in die Hände klappten, weil ſie meinten, nun wäre es ganz aus mit den Chriſten, nun würde wohl gar die Miſſion daſelbſt völlig eingehen — da hat unſer barmherziger Gott das Schreien ſeiner unwürdigen Kinder in Gnaden erhört, und als ſeine Stunde gekommen war, hat er der Seuche ſo wunderbar Halt geboten, daß auch alle Verſuche Satans, die Ueberlebenden durch Fieber und andere Krankheiten zu ängſtigen, zu Schanden wurden und alle Gefahr der Anſteckung plötzlich wieder verſchwunden war. Für ſolche wunderbare Hülfe wollen wir dem HErrn danken auch in dieſer Verſammlung, und darin ein Bekenntniß des HErrn der Kirche zu dem Werk auch unſerer ſchwachen Hände mit Dankbarkeit begrüßen. „Ihnen aber, theure Väter und Brüder, und euch, ihr lieben Gemeinden, die ihr dieſe Vertreter berufen habt, ſei hiermit die Ver⸗ ſicherung gegeben, daß wir in dieſer wunderbaren Errettung, wie in all dem Guten, das wir täglich von unſerm HErrn und Heiland empfangen, eine Erhörung auch eurer Gebete ſehen, und darum der tröſtlichen Zuverſicht ſind, daß allenthalben heilige Hände des Gebets in täglicher Fürbitte auch für uns aufgehoben werden. Für dieſen Dienſt der brüderlichen Liebe und Glaubensgemeinſchaft ſei Ihnen allen hiermit ein herzlicher Dank ausgeſprochen, und wie dieſes Gebet