# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S72 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 72 Verhandlungen der 26. Allgemeinen oder fortzufahren, damit der dortigen großen Predigernoth ſo viel als möglich geſteuert werde. 24. Beſchloſſen, daß die Synode alle ihre Gemeinden er⸗ muntert, auch dieſe Miſſionsfelder in Auſtralien und auf Neuſeeland auf betendem Herzen zu tragen und auch fernerhin mit reichlichen Geldmitteln die Miſſionsarbeit daſelbſt fördern zu helfen. 25. Beſchloſſen, daß das Geſuch um Unterſtützung Seitens dreier Gemeinden in Deutſchland, welche vormals zur Hermanns⸗ burger Freikirche gehört, aber ihre Verbindung mit derſelben auf eigenmächtige Weiſe gelöſt haben, mit dem Beſcheide abgewieſen werde, daß die genannten Gemeinden ſich erſt wieder mit ihrer Synode vereinigen mögen, worauf ihnen unſere Unterſtützung in⸗ direct, durch Vermittlung der Hermannsburger Freikirche, zu gute kommen werde. 26. Beſchloſſen, daß die Eingabe der “National Federation of Churches and Christian Workers”, dahin lautend, daß unſere Synode mit dieſer Geſellſchaft Hand in Hand gehen möge betreffs Reformen auf ſocialem Gebiet, auf den Tiſch gelegt werde, da es bei dieſer ganzen Angelegenheit auf Unionismus hinausläuft. 27. Beſchloſſen, daß die Prüfung ſämmtlicher Kaſſenbücher der Commiſſion für Innere Miſſion immer vor dem Zuſammentreten der Delegatenſynode durch eine vom Allgemeinen Präſes zu ernen⸗ nende Reviſionscommiſſion ſtattfinde. Aeußere oder Heidenmiſſion. „Unſere Heidenmiſſion in Oſtindien hat in den letzten drei Jahren unter dem Zeichen des Kreuzes geſtanden. Zwar hatten wir die Freude, während der letzten Delegatenſynode Candidat Forſter nach Indien abordnen zu können, und bald darauf wurde auch P. G. Naumann von Glenwood, Wis., für den Dienſt in unſerer Miſſion gewonnen. Aber einen ſehr herben Verluſt haben wir durch den Tod unſers lieben Miſſionars Näther erlitten, der mit der größten Treue und geradezu bewundernswerthem Fleiß ſeines Berufes in der Schule und als Heidenprediger gewartet hat. Er ſtarb am 13. Februar vorigen Jahres an der Peſt mit dem Muthe eines Chriſten und mit getroſter Ergebung in Gottes Willen, nachdem er — als Peſtkranker aus einiger Entfernung — ſein kleines Gemeindlein zu treuem Aus⸗ halten im Glauben und die anweſenden Heiden zur Annahme des auch für ſie nur in Chriſto vorhandenen Heiles eindringlich ermahnt hatte. „Durch Näthers Erkrankung kam auch ſeine Familie und der ebenfalls in Kriſhnagiri ſtationirte Miſſionar Naumann mit den Seinen in die größte Gefahr; ebenſo auch Miſſionar Kellerbauer,