# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1857_S84 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 84 Von dem Unterschied des Wesentlichen und Unwesentlichen in der Lehre. eigenen Genugthuung für die Sünde, von Christi einigem Opfer für unsere Sünde und vom päpstischen falsch erdichteten Meßopfer, vom Sakrament des heiligen Abendmahls und dessen rechtem Gebrauch unter beiderlei Gestalt, von der alleinigen Anrufung des wahren Gottes und Christi unsers Herrn und Heilande und der widrigen Anrufung der verstorbenen Heiligen, Verehrung und Anbetung der Bilder und Reliquien, von der christlichen Kirche und deren Haupt, von des Papsts angemaßter höchsten Gewalt über die ganze christliche Kirche und über alle weltliche Reiche, und was der Dinge mehr sind, worüber zwischen unserer und der päpstischen Kirche nun über anderthalb hundert Jahr gestritten worden und noch gestritten wird; wie auch von der allgemeinen Gnade Gottes, von Christi allgemeinem Verdienst und darin gegründeten allgemeinen Gnadenverheißungen Gottes, von der Gnadenwahl in Christo, dem Glauben an Christum und Verwerfung der Ungläubigen wegen ihres von Ewigkeit her ersehenen Unglaubens, und von der widrigen Lehre von der Gnadenwahl und Verwerfung aus Gottes bloßem Rathschluß, vom Glauben, ob er könne verloren werden und durch begangene Sünden wider Gewissen wirklich verloren werde, von der wahrhaftigen Gegenwart des Leibes und Blutes Christi im heiligen Abendmahl, und dergleichen Lehrpunkten mehr, die zwischen uns und den reformirten oder calvinischen Kirchen streitig sind, deren keine otiosae und spinosae quaestiones, worüber man unbeschadet der wahren christlichen Glaubens- und Lebenslehre pro et contra, sursum et deorsum disputiren möge, sondern die theils zu Entzündung und Erhaltung des wahren Glaubens, zu heilsamem Unterricht und zur Erbauung des wahren Christenthums nöthige Lehren, theils auch gefährliche und an der Menschen Seligkeit schädliche, zu Aberglauben oder fleischlicher Sicherheit führende verdammliche Irrthümer betreffen, — und sind außer Zweifel begriffen unter der Lehre und dem Fürbild der heilsamen Wort, woran fest und unverrückt zu halten Paulus seinen Timotheum und in demselben alle christliche Bischöfe, Lehrer und Prediger so inständig und ernstlich ermahnet; diese aber gehören außer Zweifel unter die Irrthümer der verführischen Geister und Lehren der Teufel, von welchen der Geist deutlich gesagt hat, daß sie in letzten Zeiten werden herfür gebracht werden 1 Tim. 4, 1., und wider welche Paulus seinen Timotheum so treulich ermahnet, das Wort zu predigen, anzuhalten, es sei zur rechten Zeit oder zur Unzeit, zu strafen, zu dräuen, zu ermahnen mit aller Geduld und Lehre, 2 Tim. 4, 2.“ Das zweite Citat, welches die „Zeitschrift“ in lateinischer Sprache mittheilt, aus Musäus' Tractat vom (Calixtinischen) Syncretismus S. 35—38 genommen, lautet wie folgt: „Richtiger nehmen die Theologen unseres Theils das Fundament des Glaubens und die Fundamentalartikel des Glaubens in einem weiteren Verstand, und statuiren, daß zum Eingehen eines wahren Kirchenfriedens und brüderlicher Einigkeit die Uebereinstimmung in allen Theilen der christlichen Lehre erfordert werde, welche das Fundament des Glaubens constituiren,