# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S52 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 52 Verhandlungen der 26. Allgemeinen oder „Der Geſundheitszuſtand unter den Schülern war ganz aus⸗ gezeichnet, ſo daß in den drei Jahren nicht mehr als $10.00 für ärzt⸗ liche Behandlung bezahlt werden mußten und nur wenige Stunden wegen Unwohlſeins verſäumt wurden. „Die herrſchende Geſinnung unter den Schülern war, Gott Lob, eine chriſtliche. Grobe Vergehen gegen Gottes Gebote ſind nicht zu Tage getreten. Der Fleiß war bei den Schülern verſchieden und in einem Jahre beſſer als im andern, aber im Durchſchnitt befriedigend. „Herrn P. J. H. Sieker, langjähriges Glied der Aufſichtsbe⸗ hörde, hat Gott der HErr durch einen ſeligen Tod abgerufen. An ſeine Stelle hat die Aufſichtsbehörde Herrn P. W. Köpchen erwählt. „Die Aufſichtsbehörde hat mit möglichſter Sparſamkeit gewirth⸗ ſchaftet und nur ſolche Ausgaben gemacht, die unbedingt nöthig waren. Es iſt auch alles in Ordnung geweſen, nur daß im letzten Winter die Leitungsröhren der Dampfheizung ſich als vom Roſt zerfreſſen er⸗ wieſen und man den letzten Theil des Winters ſich mit Oefen behelfen mußte. Dieſe Röhren müſſen durch neue erſetzt werden, doch wird weder dieſe noch irgend eine andere nöthige Reparatur unſers Wiſſens die erlaubte Summe von $500.00 überſteigen. „Da es Pflicht der Aufſichtsbehörde iſt, darauf zu achten, daß die Profeſſoren an unſerer Anſtalt nicht mit Nahrungsſorgen zu kämpfen haben, ſo möchten wir auf Grund unſerer Unterſuchungen darüber beantragen, daß der Gehalt der Herren Profeſſoren Stein und Heintze auf $1000.00 und freie Wohnung und Herrn Prof. Walkers Gehalt auf $900.00 das Jahr erhöht werde. Nach unſerm Dafürhalten wird dies ein ehrliches Auskommen ohne Luxus er⸗ möglichen. „Endlich möchte die Aufſichtsbehörde, von der New York⸗New England⸗Conferenz dazu aufgefordert und ermuntert, bitten, den be⸗ ſtehenden Klaſſen noch eine Secunda und Prima hinzuzufügen und die Anſtalt zu einem Vollgymnaſium zu machen. Die Zahl unſerer Schüler iſt allerdings gering, wenn man ſie mit der unſerer Anſtalten im Weſten vergleicht. Doch kann unſere Anſtalt in dieſer Beziehung den Vergleich mit andern derartigen Anſtalten des Oſtens ſchon aus⸗ halten. Was wir geltend machten und die Synode als berechtigt anerkannte, als wir um eine Tertia baten, eben dasſelbe iſt es auch, was uns veranlaßt, dieſe weitere Bitte zu thun. Wir glauben, daß dieſe unſere Anſtalt in mehrfacher Beziehung im Oſten eine Miſſion hat, daß ſie wie ein Salz wirkt gegen den feineren Unglauben, der auf den meiſten höheren Anſtalten unſerer Gegend verbreitet wird, daß ſie nicht wenig dazu beigetragen hat, unſere Gemeinden, die aus ſo ſehr verſchiedenen Kreiſen kommen, zu verbinden, daß ſie aber auch