# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S46 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 46 Verhandlungen der 26. Allgemeinen oder St. Pauls⸗Progymnaſium zu Concordia, Mo. „Indem wir der Ehrw. Delegatenſynode folgenden Bericht vor⸗ legen, weiſen wir darauf hin, daß wir Urſache haben, Gottes Güte und Gnade zu preiſen, die das vergangene Triennium hindurch ge⸗ waltet hat. „Ihr danken wir zunächſt, daß der Geſundheitszuſtand in der Anſtalt ein guter geweſen iſt, ſo daß trotz einzelner Erkrankungsfälle der Unterricht nie eine Unterbrechung hat zu erleiden brauchen. Auch unſere liebe Facultät hat ſich bei aller Arbeit anhaltender Geſundheit erfreuen dürfen, mit Ausnahme jedoch unſers Herrn Directors, der längere Zeit hindurch krankte, zum Beginn des letzten Schuljahrs aber, Gott Lob, völlig hergeſtellt ſeine Arbeit wieder aufnehmen konnte. Der Güte und Gnade Gottes danken wir auch die Erhaltung chriſtlichen Geiſtes und chriſtlicher Geſittung unter den Schülern. Wenn auch das böſe Fleiſch zum Ausbruch kommen wollte, ſo dämpfte doch Gottes Wort denſelben und ſtellte Zucht und Ordnung wieder her. „Aber auch in anderer Beziehung iſt Gottes Gnade bei der Anſtalt geweſen. Wir freuen uns inſonderheit, berichten zu können, daß die von der Ehrw. Synode im Jahre 1902 beſchloſſene Erweiterung der Anſtalt zu einem Mittelgymnaſium, resp. die Hinzufügung einer Tertia, zum Segen gereichte. Es trat ſogleich eine größere Anzahl Schüler in die Anſtalt ein, und dieſer Zuwachs iſt in jedem Jahr ſich gleich geblieben. Die Anſtalt zählt in dieſem Jahre 105 Schüler. „Die Zunahme der Schülerzahl war eine derartige, und es ge⸗ brach in dem Maße an Raum, daß eine außerordentliche Abhülfe nöthig wurde. Auf die Empfehlung und mit der Genehmigung des Ehrw. Allgemeinen Präſidiums, ſowie der Ehrw. Diſtrictspräſides wurde ein Neubau aus Backſteinen (40x60 Fuß), einen geräumigen Eßſaal mit Küche und Vorrathszimmer, einen großen Schlafſaal und eine abgeſonderte Wohnung für die Dienſtboten enthaltend, für $4950.00 aufgeführt. „Endlich danken wir der Gnade Gottes, daß unſere Anſtalt vor gänzlicher Zerſtörung durch Feuer und unſere Schüler vor ſchreck⸗ lichem Tode bewahrt worden ſind. Am 11. März, in der Mittagszeit, brach im Dach des Hauptgebäudes, wahrſcheinlich durch einen Funken aus einem Schornſtein entſtanden, Feuer aus. Bei dem herrſchenden Winde und der Dürre drohte das Feuer der Anſtalt völlige Ver⸗ nichtung. Nächſt Gott danken wir den heroiſchen Anſtrengungen der ſtädtiſchen Feuerwehr die Beſchränkung des Feuers auf den dritten Stock des Gebäudes. Der durch Feuer und Waſſer angerichtete Schaden läßt ſich durch eine Ausgabe von $3000.00 decken.