# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S39 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 11. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1905. 39 Prof. G. Ritzmanns wohl beſetzt worden. Derſelbe iſt am 23. Octo⸗ ber genannten Jahres durch Herrn Präſes C. Becker in ſein Amt eingeführt worden. An Stelle Herrn Prof. Hackſteddes, der wegen geſchwächter Geſundheit ſeinem Amte nicht länger vorſtehen konnte und daher einem an ihn ergangenen Berufe ins Schulamt folgte, wurde Herr Prof. F. Strieter gewählt. Derſelbe wurde am 2. Sep⸗ tember 1903 durch P. H. Mießler in ſein Amt eingewieſen. „Die Schülerzahl hat ſtetig zugenommen; gegenwärtig befinden ſich 78 Schüler in der Anſtalt. Im Jahre 1903 zählte die Ober⸗ klaſſe 10, im Jahre 1904 18, und die diesjährige zählt 20 Schüler. „Wir haben einer Ehrw. Synode ferner zu berichten: Da die Stadtbehörde von Seward uns anbot, unter ſehr günſtigen Be⸗ dingungen die Waſſerleitung ins Seminar zu legen, ſo haben wir dies Angebot angenommen und konnten ſomit das Anſtaltsgebäude wider etwaigen Feuersausbruch mit den nöthigſten Löſchapparaten verſehen. Wir bitten die Ehrw. Synode, dies unſer Vorgehen gut⸗ heißen zu wollen. „Da die gegenwärtig vorhandenen Räumlichkeiten kaum hin⸗ reichen, die jetzige Schülerzahl, die aber im folgenden Jahre voraus⸗ ſichtlich eine noch größere ſein wird, aufzunehmen (alle Wohn⸗ und Schlafräume ſind dicht beſetzt, beſonders aber im Eß⸗ und Waſchſaal macht ſich der Raummangel fühlbar, muß doch eine ganze Anzahl Schüler in der ohnehin ſchon engen Küche eſſen, und der Waſchſaal bietet für nur 20 Waſchbecken Platz), ſo ſieht ſich die Aufſichtsbehörde genöthigt, mit der Bitte vor die Ehrw. Synode zu treten, die Errich⸗ tung eines Wirthſchaftsgebäudes bewilligen zu wollen. Nach unſerer Anſicht ſollte dieſes Wirthſchaftsgebäude nebſt Küche und Speiſeſaal zugleich Wohnräume für einen Haushalter enthalten. Einen Haus⸗ halter haben wir zwar noch nicht, doch iſt es durchaus nothwendig, daß ein ſolcher angeſtellt werde, da der immer größer werdende Haus⸗ halt nicht mehr in der bisherigen Weiſe fortgeführt werden kann. Nach zuverläſſigen Erkundigungen, die wir eingezogen haben, könnte ein ſolches Wirthſchaftsgebäude, wie wir es nöthig haben, für $6000.00 errichtet werden. Mit der Bitte um Bewilligung dieſer Summe verbinden wir zugleich die andere dringende Bitte, die Ehrw. Synode wolle ſich willig finden laſſen, die ſofortige Errichtung des Baues zu beſchließen. „Wir halten es für unſere Pflicht, die Ehrw. Synode darauf auf⸗ merkſam zu machen, ob ſie fernerhin für die Profeſſoren Hausmiethe bezahlen will, oder ob es nicht vortheilhafter wäre, eigene Profeſſoren⸗ wohnungen zu errichten, zumal da die erforderlichen Bauplätze dazu bereits vorhanden ſind. Im Anſchluß hieran ſei noch bemerkt, daß