# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S35 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 11. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1905. 35 „b. Die Bewilligung dieſer Bitte würde eine andere unbedingt nöthig machen, und das iſt die Einrichtung einer Wohnung für den neuen Profeſſor, um welche die Aufſichtsbehörde eine Ehrw. Synode hiermit auch bittet. „c. Ferner ſollten wir einen Lehrſaal haben, der ausſchließlich für den Unterricht in den Naturwiſſenſchaften gebraucht werden könnte. „d. Endlich herrſcht in der Anſtalt großer Mangel an Raum. Es fehlt bei der gegenwärtigen Schülerzahl nicht nur an Schlafplatz, ſondern auch an genügenden Räumlichkeiten für Wohn⸗ und Studirzimmer. Wir waren im Anfang des letzten Schuljahrs gezwungen, mehrere Betten in den Gängen aufzuſtellen. Das geht nun wohl etliche Tage, aber doch nicht auf die Dauer und nicht in den Wintermonaten. Die Aufſichtsbehörde ging einige Zeit ſtark mit dem Gedanken um, ein Haus zu miethen, und hätte es auch wohl gethan, wenn nur ein geignetes in der village zu haben geweſen wäre. Wir müſſen daher mehr Raum ſchaffen. Und wir glauben, daß eine Ehrw. Synode das am leichteſten und praktiſchſten ſo thun könnte, daß ſie ein geeignetes Gebäude auf dem Seminarplatz errichtete, das nicht nur alle Muſikinſtrumente (Orgeln und Pianos) aufnehmen könnte, ſondern auch Raum böte für einen Lehrſaal für den natur⸗ wiſſenſchaftlichen, und einen andern für den Zeichen⸗ unterricht und noch einen Schlafſaal. Nach eingezogenen Erkundigungen könnte ein ſolcher Bau für etwa $25,000.00 herge⸗ ſtellt und eingerichtet werden. Durch die Errichtung eines ſolchen Gebäudes würden einmal alle Orgeln und Pianos aus den jetzigen Gebäuden herauskommen und Platz für Wohnſtuben machen. Da⸗ durch würde zum andern auch die große Störung, die durch das unaufhörliche Spielen in nächſter Nähe der Studirſtuben verurſacht wird, wegfallen. Und endlich würde dadurch auch die Ueber⸗ wachung der Uebungsſtunden der einzelnen Schüler ſehr erleichtert werden. — Wir bitten eine Ehrw. Synode recht freundlich, alle dieſe Punkte gründlich zu erörtern und keinen derſelben zum Nachtheil der Anſtalt zu verwerfen. „9. Die Aufſichtsbehörde gibt es der Ehrw. Synode anheim, zu erwägen, ob es ſich nicht ſehr empfehlen würde, daß die Schüler der Anſtalt, die Muſikunterricht bekommen, von jetzt ab $2.00 pro Jahr für den Gebrauch der Orgel und $1.00 pro Jahr für den Gebrauch des Pianos bezahlen, um es zu ermöglichen, daß die Inſtrumente ſtets in gutem Zuſtande erhalten werden können. „10. Endlich ſei noch erwähnt, daß durch die Uebernahme des Präſidiums von Seiten Herrn P. Engelbrechts eine Vacanz in der