# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S31 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 11. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1905. 31 „Anfangs 1904 ſchickte der HErr eine anſteckende Krankheit, das Scharlach, in die Anſtalt. Mitte Februar ſah man ſich genöthigt, die Schüler nach Hauſe zu ſchicken und die Anſtalt bis auf Weiteres zu ſchließen. Elf Scharlachfälle waren aufgetreten und ein Student der zweiten Seminarklaſſe iſt auch im Glauben an ſeinen Heiland geſtorben. Nach Oſtern aber konnte, Gott Lob, der Unterricht wieder aufgenommen werden. Während dieſer Epidemie zeigte es ſich recht deutlich, daß es der Anſtalt an zweckentſprechenden Krankenzimmern fehlt, und es ſollten in dieſer Hinſicht von der neuzuwählenden Auf⸗ ſichtsbehörde baldmöglichſt beſſere Vorkehrungen und Einrichtungen getroffen werden. „Durch die Berufung Herrn P. M. Lückes in das Directorat unſers Gymnaſiums zu Fort Wayne trat dieſer aus der Aufſichts⸗ behörde aus, und dieſe ergänzte ſich nach eingeholtem Gutachten des Diſtrictspräſes durch die Wahl P. W. Heynes. Die Aufſichts⸗ behörde hat ſich faſt monatlich verſammelt und iſt beſtrebt geweſen, das von der Ehrw. Synode in ſie geſetzte Vertrauen nach beſtem Ver⸗ mögen zu rechtfertigen. An Arbeit hat es nicht gefehlt. Der Be⸗ ſchluß der letzten Delegatenſynode in Abſicht auf eine Centralheizung iſt ausgeführt worden, und ſoviel bis jetzt zu ſehen iſt, muß man ſie als eine gelungene Einrichtung bezeichnen. Die Heizung hat ſich im letzten Winter bewährt. Auch ſind die Profeſſorenwohnungen dadurch wirklich trocken geworden. Die Koſten beliefen ſich auf $12,843.72. In dieſer Summe iſt aber die Errichtung eines eigenen Keſſelhauſes — da ſich die Keſſel nicht unter einem der Gebäude unterbringen ließen — und eines durchaus nöthig gewordenen neuen Abortes und einer Badevorrichtung eingeſchloſſen, ſo daß die Koſten der Heizung ſelbſt kaum die bewilligte Summe von $11,500.00 überſchreiten. — Ein nöthiger Anbau an Herrn Prof. Streckfuß’ Wohnung wurde ausgeführt. Er koſtet etwas über $800.00. — Gegenwärtig iſt die ſchon längſt gewünſchte Pflaſterung der gerade auf das College zu⸗ führenden Enos Avenue im Gange, wodurch der Synode eine Aus⸗ gabe von $344.50 erwächſt. „Das genüge als Rückblick. Schauen wir nun vorwärts, ſo bauen und trauen wir auf die treue Gnade Gottes, die bisher ſich ſo ſichtlich zu unſerer Anſtalt und ihrer Arbeit bekannt hat. Und die Bewilligungen, um die wir die Ehrw. Synode angehen, ſind keine ſehr hohen, betreffen aber Dinge, die durchaus nöthig ſind. Abge⸗ ſehen von der Beſtimmung der Penſion für Herrn Prof. Simon und der Einrichtung von Krankenzimmern bedarf das alte Collegegebäude, Gebäude No. 1, einer bedeutenden Reparatur. Der Eingang, die Fußböden, die Treppen, die Wände und Decken, die Fenſterrahmen