# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S27 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 11. Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1905. 27 ausgenommen, von welchen einer mit Tod endete,*) war der Ge⸗ ſundheitszuſtand ein recht guter. „Zu beklagen iſt nur, daß die Zahl der Studirenden nicht zugenommen hat. Im Studienjahr 1902 bis 1903 hatten wir 183, 1903 bis 1904 170, 1904 bis 1905 169 Studenten. Die Zahl der Candidaten iſt die folgende: 1903: 60, 1904: 50, 1905: 57. Für das nächſte Triennium ſteht nun aber eine bedeutende Zunahme der Studentenzahl in Ausſicht. „Das Seminareigenthum iſt in gutem Stand gehalten worden, ohne daß die Ausgaben dafür ungewöhnlich hoch geweſen wären. Auch können wir hier mittheilen, daß den Platz vor dem Seminar ſeit dem Jahre 1903 ein prächtiges Lutherdenkmal ziert, eine getreue Copie des Wormſer Denkmals. Die Luther⸗ und Walther⸗Denkmalgeſellſchaft hat es errichtet, und die Behörde glaubte mit Dank und Freuden ihre Einwilligung dazu geben zu ſollen. — Es hat auch in dieſen Jahren wieder nicht an lieben Chriſten gefehlt, welche durch Vermächtniſſe unſerer Anſtalt gedacht haben. So hat eine Frau Boos aus Philadelphia der Studentenkaſſe $236.00 vermacht. Dem Seminar ſelbſt ſind aus dem Nachlaß des ſeligen Rieſenberg aus St. Louis $1000.00 zugefallen, und eine Frau Hild in Gretna, La., hat der Anſtalt durch ein Vermächtniß im Betrag von etwa $4000.00 gedacht. Auch ſind aus einem Geſchenk (von einem Ungenannten aus Illinois) der Studentenkaſſe $500.00 zu⸗ gefloſſen. „Durch zwei Todesfälle iſt unſere Anſtalt recht ſchwer heim⸗ geſucht worden. Im Juni 1904 wurde Herr Eduard Jung⸗ hans durch plötzlichen Tod abgerufen. An ihm verloren wir ein treues Glied der Aufſichtsbehörde, welches der Anſtalt fünf Jahre lang mit beſonderem Geſchick und großer Selbſtverleugnung ge⸗ dient hat. Die Behörde hat ſich temporär durch die Ernennung des Herrn H. F. Bente von St. Louis ergänzt. — Im October 1903 wurde Herr D. Gräbner genöthigt, ſeine Vorleſungen einzuſtellen, um auf Rath ſeines Arztes ein milderes Klima aufzuſuchen. Von Monat zu Monat hofften wir auf ſeine Geneſung, aber Gott hatte es in ſeinem unerforſchlichen Rath anders beſchloſſen. Im December vorigen Jahres iſt der theure Mann nach langem, ſchwerem Leiden ſelig entſchlafen. So ſehr wir Gott danken müſſen, daß er unſer Seminar die treuen, unermüdlichen Dienſte dieſes reichbegabten *) Ein Student, der mit Schwindſucht behaftet in die Anſtalt eintrat und dieſelbe nach kurzer Zeit wieder verließ, um in Colorado Geneſung zu ſuchen, iſt dort geſtorben.