# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1905_S20 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 20 Verhandlungen der 26. Allgemeinen oder der Baukaſſe auch bekannt werden, ſo wird ſicherlich das ganze Deficit im Betrage von etwa 68,000 Dollars bald geſchwunden ſein. Wenn ich von unſern Kaſſen rede, ſo muß ich auch darauf hinweiſen, daß in unſerer Mitte eine Art Spannung zwiſchen den Beförderern der ſogenannten Wohlthätigkeitsanſtalten und den Befürwortern der Allgemeinen Kaſſen der Synode vorhanden zu ſein ſchien. Nähere Nachfrage hat mich aber davon überzeugt, daß im Grunde keine Differenz vorliegt. Die für die ſogenannten Wohlthätigkeitsanſtalten eintreten, geben den Vorrang der Allgemeinen Kaſſen (als der Syno⸗ dalkaſſe, Baukaſſe und der Miſſionskaſſen) bereitwillig zu. Und diejenigen, welche beſonders für die Allgemeinen Kaſſen eintreten, wollen auch die Wohlthätigkeitsanſtalten keineswegs unterdrücken. Gott hat unſere Chriſten im Irdiſchen ſo geſegnet, daß die Mittel ſowohl für die allgemeinen Synodalkaſſen als auch für die beſonderen Wohlthätigkeitskaſſen reichlich vorhanden ſind. Noch mehr: er hat uns auch im Geiſtlichen ſo geſegnet, daß auch die Willigkeit zum Geben um Chriſti willen reichlich vorhanden iſt. Wir wür⸗ den unſern Gemeinden Unrecht thun, wenn wir ihnen die Willigkeit zum Geben für das Reich Gottes abſprechen wollten. Das hat wieder⸗ um die Erfahrung der letzten Monate gezeigt, als um beſondere Gaben zur Tilgung der Schuld in der Baukaſſe gebeten wurde. Was der ſelige D. Walther zu ſagen pflegte: „Wir können mit einer Er⸗ mahnung und Bitte um Chriſti willen bei unſern lieben Chriſten alles erlangen“, das iſt auch jetzt noch wahr bei uns, weil noch das lautere Evangelium unter uns im Schwange geht und ſeine Kraft äußert. Bleiben wir nur bei der altbewährten chriſtlichen Art und Weiſe, die darin beſteht, daß wir erſtlich einander ſagen, was der HErr in ſeinem Reiche bedarf, und dann zum andern um Chriſti willen zum Geben ermahnen. Gibt es einzelne Fälle, wo dieſe Weiſe keinen augenblicklichen Erfolg hat, ſo können wir eben warten, bis das Wort Frucht bringt. Das Wort, das Evan⸗ gelium, ſoll’s allein thun, kein geſetzlicher Zwang. Dieſe evangeliſche Weiſe ſchließt eine gewiſſe Ordnung und Regelmäßigkeit nicht aus, wie wir aus 1 Cor. 16, 2. erſehen. Unſere auswärtigen Beziehungen. Innerhalb der Synodalconferenz iſt die brüderliche Eintracht bewahrt geblieben. Gerade auch die im letzten Triennium abgehal⸗ tenen „freien Conferenzen“ haben wiederum gezeigt, daß die Synodal⸗ conferenz im Glauben und Bekenntniß einig iſt. Denn bei dieſen Conferenzen ſtanden die Glieder aus den verſchiedenen Synoden der Synodalconferenz dem Irrthum gegenüber Schulter an Schulter.