# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S111 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Zehnten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1902. 111 Wales) haben, dazu Aeußere Miſſion an den Ureingeborenen unſeres Landes, ſo ſind die Anſprüche an unſere verſchiedenen Synodalkaſſen keine geringe. Es ſind, Gott ſei Dank, unſere Gemeinden opferwillig, daher auch unſere Synode einſtimmig beſchloß, das Werk der Inneren Miſſion in Weſtauſtra⸗ lien, als vom HErrn gewollt, zu beginnen. Es wurde Candidat E. Fiſcher zum Reiſeprediger berufen, und derſelbe arbeitet nun ſeit dreiviertel Jahren treu und eifrig. Der HErr hat dieſes Werk reich geſegnet, ſo daß bereits eine Anzahl kleiner Häuflein geſammelt ſind. Es iſt nun großes Verlangen nach Predigt und Seelſorge, Confirmanden⸗ und Schulunterricht. Im fernen Norden Weſtauſtraliens, wo die Goldfelder ſich befinden: in Boulder City, Kalgoorlie und Coolgardie, ſammelt man eifrig für Kirchbau; im Süden, in der Hauptſtadt Perth und dem Haupthafen Fremantle, will man dasſelbe thun. In Perth ſind 50 Kinder für eine lutheriſche Schule ange⸗ meldet. Auch in den Farmdiſtricten bei Albany haben ſich Farmer, Glaubens⸗ genoſſen, angeſiedelt. Wir haben alſo in dieſem weit ausgedehnten Miſ⸗ ſionsfelde nur den Einen Miſſionsprediger, der bei ſeinem Eifer, ſo viel als möglich zu thun, ſich bald aufreiben muß. Gern würde unſere Synode noch einen Reiſeprediger ihm als Mitarbeiter zuſenden, doch iſt ihr das zur Zeit nicht möglich. — Es hat deshalb unſer Kirchenrath und Miniſterium, beſon⸗ ders auf Zurathen unſerer lieben Amtsbrüder, die von der Ehrw. Miſſouri⸗ Synode uns zugeſandt wurden und wofür wir derſelben herzlich dankbar ſind, mich aufgefordert, durch Sie, theurer Herr Präſes, mich an Ihre Ehrw. Synode zu wenden mit der herzlichen Bitte: uns in unſerer Inneren Miſ⸗ ſion in Weſtauſtralien und damit unſeren und Ihren Glaubensgenoſſen zu helfen. Auf welche Art und Weiſe ſolches geſchehen möge, überlaſſen wir gänzlich Ihrer theuren Synode. „Ich ſchließe mit dem Wunſch und der ernſtlichen Bitte zum HErrn: er wolle auch dieſe Sache, die ſein Reich betrifft, führen und regieren nach ſeinem Willen, und verbleibe in ihm „Ihr ‚im rechten einigen Glauben‘ Verbundener „E. Homann, „Präſes der Südauſtraliſchen Synode.“ Da Herr Prof. Gräbner gegenwärtig in Auſtralien weilt: 1. Beſchloſſen, daß die Erledigung des vorſtehenden Bittgeſuches aufgeſchoben werde, bis Herr Prof. Gräbner von Auſtralien zurückgekommen iſt, und daß es dann dem Allgemeinen Präſes, Herrn Prof. Gräbner und der Allgemeinen Miſſionscommiſſion überlaſſen werde, in dieſer Sache nach beſtem Ermeſſen zu handeln. Herr P. E. Hanow, vormals Paſtor in der Südauſtraliſchen Synode, glaubte, bezüglich gewiſſer Uebelſtände in genannter Synode Gewiſſens halber einen Proteſt erheben zu müſſen. Nachdem die Synode denſelben gehört hatte, erklärte ſie, auf die betreffende Angelegenheit nicht eher ein⸗