# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S104 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 104 Verhandlungen der 25ſten Allgemeinen oder ler, 13 Confirmanden und 27 Communicirte, 6 Trauungen und 30 Begräb⸗ niſſe. Welch reiche Früchte hat doch in ſo kurzer Zeit unſere Arbeit unter dieſen Indianern getragen! Allein Gott in der Höh ſei Ehr und Dank dafür. Er wolle weiter helfen, wie er bisher geholfen hat. — Hierbei noch die Bemerkung, daß in der Stockbridge⸗Gemeinde ein Frauenverein und ein Singverein beſteht, denen der Miſſionar bei ihren wöchentlichen Zu⸗ ſammenkünften auch Unterricht gibt und mit denen er eine kurze Andacht hält; ferner, daß die Indianer ſeit einem Jahre angefangen haben, für ihre kirchlichen Angelegenheiten Opfer darzubringen, und daß ſie neben ſonntäg⸗ lichen Collecten, z. B. für Kirchenmöbel, Weihnachtsbeſcherung ꝛc., trotz ihrer Armuth ganz erfreuliche Summen beigeſteuert haben. „Nun erlauben wir uns, einer Ehrw. Synode noch eine dringende Bitte ans Herz zu legen, nämlich dieſe: unſerm Miſſionar einen Lehrer für die Schule zur Seite zu ſtellen. Es iſt unmöglich, daß der Miſſionar die beſonders in dieſer Miſſion ſo nöthigen öfteren Haus⸗ beſuche bei den weit umher zerſtreut wohnenden Indianern mache und ſo vielen Privatunterricht bei Erwachſenen in den Häuſern ertheile, wenn er drei oder vier Tage an die Schule gebunden iſt. Und es hält ſehr ſchwer, die Indianer zu bewegen, ihre Kinder in unſere Schule zu ſchicken, wo ſie nur ſo ſpärlichen Unterricht bekommen, während ſie in der in allernächſter Nachbarſchaft ſtehenden Staatsſchule nicht nur alle Tage unterrichtet wer⸗ den, ſondern auch freies Mittageſſen und anderes bekommen, und ihnen auch nicht nur in den Schulen und Hochſchulen verſchiedener Staaten, ſon⸗ dern auch in den boarding schools in Keſhena von der Regierung und von den Katholiken nebſt freiem Unterricht auch freie Fahrt dahin, Bücher, Nah⸗ rung, Kleidung und Obdach gewährt werden. „Die Commiſſion hat ſich jetzt ſchon genöthigt geſehen, ein etwas beſſer geſchultes Indianermädchen in der Schule mit anzuſtellen, wenn nicht ent⸗ weder unſer Miſſionar oder die Schule gänzlich Bankerott machen ſollte. Allerdings iſt dieſer Nothbehelf ſo kümmerlich, daß wir es nicht wagen dür⸗ fen, ſo fortzuarbeiten. Und wenn es ſich — wie vorauszuſehen — heraus⸗ ſtellen ſollte, daß, trotzdem wir einen Lehrer und alſo alle Tage Unterricht hätten, doch noch manche Eltern des freien Mittageſſens wegen die Staats⸗ ſchule vorziehen, ſo möchten wir die Ehrw. Synode wohl um die Erlaubniß bitten, auch in unſerer Schule ſolche Gaſtfreundſchaft üben zu dürfen, wenn wir es möglich machen können. „Die Commiſſion dieſer Miſſion verſammelt ſich vierteljährlich, um den ſchriftlichen Bericht ihres Miſſionars zu hören und mit ihm das Nöthige zu beſprechen und zu berathen. „Als Herr P. Nickel uns verließ, ergänzte ſich die Commiſſion, in⸗ dem ſie deſſen Nachfolger, Herrn P. Hanow, bat, als drittes Glied ein⸗ zutreten und das Amt des Schatzmeiſters zu führen. Wir bitten, dieſes gutzuheißen.