# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S100 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 100 Verhandlungen der 25ſten Allgemeinen oder „Ueber die Zahl ſeiner Gemeinden und Predigtplätze, ſowie über ſeine Geſammtwirkſamkeit während der letzten drei Jahre gibt ein Ihrer Com⸗ miſſion vorgelegter und von ihr approbirter Bericht des Miſſionars den beſten Aufſchluß.*) Wir legen ihn darum bei als einen Theil unſeres Be⸗ richtes. Die Ehrw. Synode wird aus dieſem Bericht erkennen, daß es ein ungeheures Gebiet iſt, über das ſich dieſe Miſſion erſtreckt, und wird es gerechtfertigt finden, daß die Commiſſion die Gelegenheit, die ſich ihr vor Jahresfriſt bot, mit Freuden wahrnahm, nämlich einen zweiten Miſ⸗ ſionar, Herrn P. J. Sillak, der von der Ehrw. Commiſſion für die Miſſion unter den Deutſchen in Minneſota und Dakota berufen worden war und der Sprache der Eſthen und Letten mächtig iſt, mitzuberufen und ſo das übergroße Gebiet, auf dem unſer Miſſionar bisher thätig war, in zwei Theile zu theilen. „Die endgültige Regelung des Verhältniſſes des deutſch⸗lettiſchen Paſtors Sillak zu unſerer Miſſion wird vorausſichtlich während der Sitzungs⸗ zeit unſerer Synode geſchehen, wo perſönliche Ausſprache der Vertreter aller intereſſirten Parteien ſtattfinden kann. Welcher Art aber das Ueberein⸗ kommen auch ſein wird, das man trifft, ſo iſt vorauszuſetzen, daß die Kaſſe für die Eſthen⸗ und Lettenmiſſion in Folge der Nothwendigkeit, einem zwei⸗ ten Miſſionar einen Theil des Gebietes und der Arbeit zu übertragen, in Zukunft mehr in Anſpruch genommen werden wird als bisher. Wir er⸗ ſuchen darum eine Ehrw. Synode, der Letten⸗ und Eſthenmiſſion auch in Zukunft ihr Wohlwollen und ihre Unterſtützung zu ſchenken. Wir wieder⸗ holen, daß die Synode uns bisher ſo verſorgt hat, daß wir unſerem Miſ⸗ ſionar das Seine haben von Monat zu Monat geben können. Für einen zweiten Miſſionar hätte es bisher nicht gelangt, und wir ſind der Miſſions⸗ commiſſion für den Minneſota⸗ und Dakota⸗Diſtrict zu großem Dank ver⸗ pflichtet, daß ſie unſerer Miſſion den Dienſt ihres Miſſionars bisher ohne Vergütung gewährte. Wir ſind aber der Zuverſicht, daß die Ehrw. Synode, wenn ſie die Nothwendigkeit des gethanen Schrittes bezüglich der Berufung eines zweiten Miſſionars erkannt hat, auch die Mittel zu ſeinem Unterhalt darreichen wird. „Schließlich erlauben wir uns, die Ehrw. Synode noch auf einen Punkt in des Miſſionars Bericht aufmerkſam zu machen und unſere Mei⸗ nung darüber zu äußern. Es berichtet der Miſſionar u. a. auch über die beiden von ihm im Intereſſe der Miſſion herausgegebenen Blätter, das eſthniſche und das lettiſche. Ihre Herausgabe iſt nach Anſicht Ihrer Com⸗ miſſion der Eſthen⸗ und Lettenmiſſion nicht nur im Allgemeinen dienlich, ſondern durchaus nothwendig, und das Werk würde leiden, wenn die Her⸗ ausgabe der Blätter ſiſtirt werden müßte. Leider ſind beide Blätter bis⸗ *) Von der Veröffentlichung dieſes Berichtes an dieſer Stelle mußte — weil derſelbe zu lang und zu ausführlich gehalten iſt — leider! abgeſehen werden. Der Secretär.