# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S99 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Zehnten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1902. 99 der ſtanden am Jahresſchluß im Confirmandenunterricht; 17 Paare wurden getraut und 30 Perſonen beerdigt. „Der treue Gott und Heiland aber, der nun 25 Jahre lang unſerer Miſſion ſo gnädig geweſen iſt, wolle auch fernerhin dieſes ſein heiliges Miſſionswerk fördern und ſeine lieben Chriſten zu neuem Eifer dafür er⸗ wecken!“ (Bericht der Commiſſion für Negermiſſion.) Da die Negermiſſion behufs Berathung und Beſchlußfaſſung der Syno⸗ dalconferenz unterſtellt iſt, ſo erlaubt ſich unſere Synode, nur folgende Empfehlung bezüglich dieſer Miſſion an ihre Gemeinden zu richten: Die Gemeinden werden herzlich gebeten, die beiden Miſſionsblätter: „Miſſions⸗ Taube“ und “Pioneer”, möglichſt zahlreich unter ihren Gliedern zu ver⸗ breiten, und ſonderlich werden die Herren Paſtoren und Lehrer dringend er⸗ ſucht, zur Verbreitung genannter Blätter eifriger als bisher helfen zu wollen. Ferner ſpricht die Synode ihre Freude und ihren Dank gegen Gott dar⸗ über aus, daß die Negergemeinden in den letzten beiden Jahren die Summe von $4000.00 für kirchliche Zwecke unter ſich ſelbſt aufgebracht haben. Eſthen⸗ und Lettenmiſſion. „Im Jahre 1899 ſchuf eine Ehrw. Synode als jüngſte ihrer verſchie⸗ denen Miſſionscommiſſionen die Commiſſion für Eſthen⸗ und Lettenmiſſion. Dieſe Commiſſion erlaubt ſich hiermit, einer Ehrw. Synode ihren erſten Bericht zu unterbreiten. „Mit großem Dank gegen Gott darf Ihre Commiſſion zuvörderſt rüh⸗ men, daß Gott der HErr ſich auch zu dieſer Miſſion in Gnaden bekannt und ſeinen göttlichen Segen ſichtbarlich auf das in ſeinem Namen begonnene und in ſeiner Furcht bisher betriebene Werk gelegt hat. „Ihre Commiſſion iſt beſtrebt geweſen, das ihr befohlene Werk nach Kräften auszuführen, und es kann gleich hinzugefügt werden, daß auch von Seiten der Synode dieſe Miſſion unter den Eſthen und Letten nicht ver⸗ geſſen worden iſt; vielmehr hat unſere Miſſion bislang aus den verſchie⸗ denen Diſtricten unſerer Synode immer ſo viel an Unterſtützung erhalten, als die beſcheidenen Anſprüche des Miſſionars erforderten. „Unſerem Miſſionar müſſen wir das Zeugniß geben, daß er gewiſſen⸗ haft, fleißig und treulich ſeines Amtes wartet. Das fortwährende Reiſen, das dieſe Miſſion in beſonderem Maß erfordert, einmal wegen der vielen kleinen Gemeindchen, ſodann wegen der großen Entfernungen dieſer Ge⸗ meindchen von einander und ſchließlich, weil bis vor Kurzem nur ein ein⸗ ziger Miſſionar ſich dieſer Leute annehmen konnte, hat an unſern Miſſionar Anforderungen geſtellt, die zu Zeiten über ſeine Kräfte gingen. Die Folge davon war, daß er krank wurde und für kurze Zeit ausruhen mußte. Doch gab Gott Gnade zu ſeiner baldigen Geneſung, und heute iſt er in voller Kraft in ſeinem Amte thätig.