# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S98 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 98 Verhandlungen der 25ſten Allgemeinen oder größten Schwierigkeiten mit großer Selbſtverleugnung, Ausdauer und Treue und nach dem Vermögen, das Gott darreicht. „Von den diesjährigen Candidaten hat die Commiſſion zwei fürs Predigtamt berufen, nämlich zwei Schwarze — die Herren Thalley und Doswell. Beide ſtammen aus North Carolina und beide ſollen in North Carolina wirken, zumal dort die Raſſenfrage eine große Rolle ſpielt. — Dieſe beiden Schwarzen ſind die ‚Erſtlinge‘, die bei uns erzogen, ge⸗ ſchult und ausgebildet worden ſind und nun, mit den beſten Zeugniſſen ver⸗ ſehen, ausgeſandt werden können. Es befinden ſich zur Zeit noch 8 ſchwarze Schüler auf unſerer Anſtalt in Springfield. „Wir danken Gott für dieſe Erſtlingsfrüchte, und unſer Gebet ſoll ſein, daß dieſen beiden ſchwarzen Candidaten noch viele folgen mögen. Wie herr⸗ lich, wenn wir in allen Städten und Dörfern der Südſtaaten Kirchen und Schulen hätten, in denen auch ſchwarze (‚eingeborene‘) Prediger und Lehrer predigen und unterrichten könnten. Welch ein Segen für die Neger⸗ miſſion, wenn wir baldmöglichſt ein Seminar hätten, in welchem ‚Ein⸗ geborene‘, resp. Schwarze zu Predigern und Lehrern des Volkes aus⸗ gebildet würden. „Von den diesjährigen Schulamtscandidaten in Addiſon hat die Com⸗ miſſion zwei in die Negermiſſion berufen, von denen einer in New Orleans, La., und einer in Concord, N. C., arbeiten ſoll. „Unſere Chriſten in unſeren Gemeinden haben die Negermiſſion immer noch lieb — das beweiſen u. a. auch die Gaben, die zur Unterſtützung der Miſſion in den letzten zwei Jahren regelmäßig und reichlich eingelaufen ſind. Gott ſegne Geber und Gaben! Auch die Negergemeinden ſelbſt haben regel⸗ mäßige Beiträge eingeſandt. Die Negergemeinden haben in den letzten zwei Jahren an die $4000.00 für kirchliche Zwecke aufgebracht. „Unſere beiden Miſſionsblätter, die ‚Miſſions⸗Taube‘ und der ‚Lu⸗ theran Pioneer‘, ſollten immer noch eifriger verbreitet werden, und wir meinen, die Herren Paſtoren und Schullehrer könnten hier ohne beſondere Schwierigkeit der Negermiſſion einen großen Liebesdienſt erweiſen. Alle lutheriſchen Familien ſollten aus Liebe zur Miſſion eins dieſer Blätter — oder auch beide — halten. Der Ueberſchuß fließt in die Miſſionskaſſe. „Folgendes iſt eine kurze Statiſtik über den gegenwärtigen Stand un⸗ ſerer Negermiſſion: Die Miſſion umfaßt 21 Stationen: 4 in Louiſiana, 1 in Illinois, 2 in Virginia und 14 in North Carolina. Dieſe wurden bedient von 13 Paſtoren, 8 Lehrern und 1 Profeſſor unter Mithülfe von Studenten. Am Jahresſchluß zählte die Miſſion 1498 getaufte Seelen, 640 communicirende und 167 ſtimmberechtigte Glieder, 795 Wochenſchüler, 924 Sonntagsſchüler und 19 organiſirte Gemeinden. 1394 haben während des Jahres communicirt, 104 Kinder wurden getauft (2 Erwachſene); con⸗ firmirt wurden 49 Kinder und 17 Erwachſene; 33 Erwachſene und 86 Kin⸗