# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S90 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 90 Verhandlungen der 25ſten Allgemeinen oder 2. Beſchloſſen, daß unſern Brüdern in der ſächſiſchen Freikirche der herzlichſte Dank der Synode für ihre der Emigrantenmiſſion in den letzten drei Jahren geleiſteten Dienſte abgeſtattet werde. 3. Beſchloſſen, daß die Regelung der Verhältniſſe in Bremen, da dieſe durchaus perſönlicher Natur ſind, der Emigrantenmiſſionscommiſſion in New York überwieſen werde. 4. Beſchloſſen, daß die Verhandlung betreffs einer Herberge in Hamburg verſchoben werde, bis die Emigrantenmiſſionscommiſſion defini⸗ tive Vorſchläge machen kann, da zu wenig Auskunft über dieſe Sache zu haben iſt. 5. Beſchloſſen, daß die Ergänzung der Commiſſion bezüglich der von ihr erwählten Perſonen gutgeheißen wird. 2. In Baltimore. „Das Werk der Emigrantenmiſſion in Baltimore iſt ſeit den letzten Sitzungen der Allgemeinen Synode in gewohnter Weiſe weiter geführt worden. Der Agent, Herr Stürken, hat in dieſem Zeitraum alle Pflichten ſeines Amtes getreulich erfüllt, alle an⸗ und auslaufenden Dampfer beſucht, an ihn empfohlene Einwanderer in Empfang genommen und weiter be⸗ fördert und iſt denſelben während ihres Aufenthalts in Baltimore auf alle Weiſe behülflich geweſen, hat ſie allenthalben zurechtgewieſen, wo es nöthig war, auch in guten Logirhäuſern untergebracht, kurz, er iſt ihnen als ein hülfreicher Freund zur Seite geſtanden. Und er hat ſich der Einwanderer überhaupt, auch derer, die nicht an ihn gewieſen waren, ſoviel er konnte und ſich Gelegenheit bot, angenommen mit Rath und That. Auch die eigentliche Miſſionsarbeit iſt er auszurichten beſtrebt geweſen, indem er fleißig unſere Kalender, lutheriſche Tractate und andere kleine Schriften unter die Ankömmlinge vertheilte, dieſelben auch, ſoweit dies anging, in die Gemeinden unſeres Synodalverbandes und der Synodalconferenz zu leiten ſuchte und, wo ſich Gelegenheit bot, auch die Einzelnen auf das Eine, was noth thut, aufmerkſam machte und über Gottes Wort und das Selig⸗ werden redete. „Die deutſche Einwanderung hat allerdings ſeit Jahren nachgelaſſen, wie dies nicht nur in den öffentlichen Statiſtiken zu leſen war, ſondern auch im ‚Lutheraner‘ durch die im Werk der Emigrantenmiſſion Angeſtellten wiederholt berichtet worden iſt. Dennoch wird durch unſere Miſſion un⸗ leugbar vielen beides im Leiblichen und Geiſtlichen gedient, und wir ſind der Anſicht, daß man dieſe Miſſion in der bisherigen Weiſe ſollte fortbe⸗ ſtehen laſſen, zumal durch unſeren Agenten auch denjenigen aus unſern Gemeinden, die nach Europa reiſen, erwünſchte Dienſte geleiſtet werden. „Zwar iſt der Gehalt unſeres Agenten, wie der Kaſſenbericht ausweiſt, nur zum Theil durch die Commiſſionen an Schiffsſcheinen aufgebracht wor⸗