# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S85 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Zehnten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1902. 85 Nothleidenden geſammelt. Da aber unſer Miſſionsgebiet damals von der Noth wenig betroffen war, ſo wurden 4600 Rupien (etwa $1500.00) an⸗ dern Miſſionaren in den nothleidenden Diſtricten zugewandt, von denſelben auch mit vielem Dank angenommen. Als aber die Noth zu Ende war, be⸗ fanden ſich noch etwa $1000.00 in der Kaſſe in Indien, und hier waren noch $1600.00 vorhanden. Dieſe Summen wurden auf Anweiſung der All⸗ gemeinen Unterſtützungscommiſſion, welcher dieſe Angelegenheit vom Herrn Präſes Pieper übertragen war, für ſpätere Noth zurückgelegt. Voriges Jahr trat nun in Kriſhnagiri und Umgegend große Theurung, ja, Hungers⸗ noth auf, und längere Zeit hindurch wurden in Kriſhnagiri täglich mehrere hundert Perſonen, vor allem Schulkinder, geſpeiſt, und in Bargur hat Miſſionar Kellerbauer einer beträchtlichen Anzahl von Menſchen ihren Unterhalt durch Arbeit verſchafft. Dieſe Liebesthätigkeit, die in Kriſhna⸗ giri, wenn auch in geringerem Maße, jetzt noch fortgeſetzt wird, hat nicht wenig dazu beigetragen, unſere Miſſion in jenen Gegenden bekannt zu machen. „In Vaniyambadi und Ambur herrſchten ſchon längere Zeit hindurch Cholera und Peſt, unſere Miſſionare ſammt ihren Familien ſind aber in dieſer großen Gefahr gnädig behütet worden. Auch dafür ſind wir von Herzen dankbar und bitten Gott, daß er uns auch ferner freundlich ſein und das Werk unſerer Hände fördern wolle um ſeines Namens willen.“ (Be⸗ richt der Commiſſion für Heidenmiſſion.) „Die Conferenz Ihrer Miſſionare in Oſtindien kann es nicht unter⸗ laſſen, der im Namen des HErrn verſammelten Ehrw. Delegatenſynode ihre Ehrerbietung, Segenswünſche, Dank und herzliche Grüße darzubringen. Unſer Werk iſt das Werk der Synode. Von der kräftigen Fürbitte dieſer getragen, iſt unſere Miſſion nunmehr über die erſten Anfangsgründe hin⸗ ausgediehen. Auf unſeren vier Stationen ſind wir je länger deſto mehr ein⸗ gewurzelt und haben immer feſteren Fuß gefaßt. Die ſchwierigen Häuſer⸗ bauten ſind vollendet, eine Anzahl lebensfähiger Schulen gegründet, mehrere Lehrer — Glaubensgenoſſen — ſtehen uns zur Seite. Bei den Heiden wei⸗ chen hier und da die Vorurtheile einem beſſeren Vertrauen uns gegenüber. Bis zur Stunde ſind wir durch Gottes große Gnade dem Satan nicht ge⸗ wichen; unſere Waffen ſind gut, ein Wörtlein JEſu Chriſti kann ihn fällen. Wo er die Heiden noch ohne Ausnahme feſt in ſeinen Banden hält, wird das ſchwere Werk der Heidenpredigt unentwegt weiter getrieben; wo er aber von ſeiner Beute Seelen hergeben muß, werden dieſe ſorgfältig unterrichtet und durch die heilige Taufe zur Gemeinde des HErrn hinzugezählt. Daß es dazu gekommen, iſt wahrlich Gottes große Barmherzigkeit. Allein je mehr ein Kind zunimmt, deſto größer werden die Sorgen. Darum legen wir der Ehrw. Delegatenſynode die demüthige Bitte um fernere kräftige Unterſtützung unſeres Werkes ans Herz. Mehr jedoch als die Gaben iſt das Gebet. Wir befehlen uns der weiteren brünſtigen Fürbitte unſerer