# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S84 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 84 Verhandlungen der 25ſten Allgemeinen oder ſtattgefunden. Die beiden Schulen in Kriſhnagiri, die vor drei Jahren zuſammen 60 bis 70 Schüler hatten, werden jetzt von über 200 Kindern beſucht, wodurch nicht nur die Anſtellung mehrerer neuer Lehrkräfte, ſon⸗ dern auch die Erweiterung der Schulgebäude nöthig wurde. Außer in der Stadt Ambur hat Miſſionar Mohn jetzt an drei andern Orten Schulen ge⸗ gründet, die insgeſammt von etwa 125 Schülern beſucht werden. Zur Sta⸗ tion Vaniyambadi gehören jetzt ſtatt Einer vier Schulen mit etwa 100, und zu unſerer jüngſten Station Bargur zwei Schulen mit etwa 60 Kindern. Es werden alſo in 12 Schulen gegen 500 heidniſche und muhammedaniſche Kinder täglich auch in Gottes Wort unterrichtet — gewiß Urſache zu hoher Freude für alle, denen es ein Anliegen iſt, daß das Evangelium von JEſu, dem Heilande der Sünder, den Heiden immer mehr bekannt werde. „Die Zahl unſerer Miſſionare hat ſich in dieſen drei Jahren leider nur um Einen vermehrt. Herr Candidat A. Hübener aus der ſächſiſchen Frei⸗ kirche, in unſerem Seminar zu St. Louis ausgebildet, iſt gegen Ende des Jahres 1900 ausgeſandt worden. Seine Abordnung wurde in unſerem Auftrag in der Gemeinde ſeines Vaters in Kolberg vollzogen. Er hat ſich mit großem Fleiß und gutem Erfolg der Erlernung der tamuliſchen Sprache gewidmet, aber auch jede Gelegenheit wahrgenommen, im Verkehr mit Ein⸗ geborenen, beſonders engliſchredenden jungen Brahminen, von Chriſto zu zeugen. Kürzlich iſt er nun von Kriſhnagiri nach Ambur übergeſiedelt, um Miſſionar Mohn während ſeines Bergurlaubs zu vertreten. Vom März nächſten Jahres an wird er die Station Miſſionar Freches übernehmen, da dieſer auf Urlaub nach Europa gehen muß. Auch unſere anderen Miſſio⸗ nare werden in den nächſten Jahren Urlaub nehmen müſſen, und darum iſt es dringend nöthig, daß neue Arbeitskräfte ausgeſandt werden. Von un⸗ ſern diesjährigen Candidaten haben ſich zwei für ihre Perſon bereit erklärt, nach Indien zu gehen. Gott gebe, daß ſie in unſer dortiges Arbeitsfeld eintreten. — Einen aus der Zahl unſerer jüngeren Paſtoren für den Miſ⸗ ſionsdienſt in Indien zu gewinnen, war die Commiſſion eifrig bemüht, bis jetzt aber leider ohne Erfolg. „Was den äußeren Ausbau unſerer Stationen anlangt, ſo ſind an Stelle der beiden proviſoriſchen Wohnungen in Vaniyambadi und Bargur paſſende Häuſer getreten, die beide, wie berichtet wird, ſehr zur Zufrieden⸗ heit der Bewohner und der Beſucher ausgefallen ſind. Die Koſten beliefen ſich auf etwa 6300 Rupien (etwas über $2000.00). In Kriſhnagiri wurde, wie oben angedeutet, ein neues Schulhaus für 350 Rupien (etwas über $100.00) errichtet. Die abgebrochene Schule in Ambur mußte neu aufge⸗ baut werden, und gegenwärtig iſt Miſſionar Freche damit beſchäftigt, ſeine frühere proviſoriſche Wohnung zu einem paſſenden Kirch⸗ und Schullocal umzugeſtalten. „Als die Kunde von der vor drei und zwei Jahren in Indien herrſchen⸗ den großen Hungersnoth hierher kam, wurde auch in unſeren Kreiſen für die