# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S83 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Zehnten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1902. 83 4. Beſchloſſen, daß die Eingabe der Südoſt⸗Miſſouri⸗Paſtoral⸗ conferenz, betreffend die „Sprachenfrage“, bis zur nächſten Delegatenſynode zurückgelegt werde. 5. Beſchloſſen, daß die Synode den Gemeinden empfehle, etwa an Hand der genannten Eingabe die in derſelben dargelegte Sache im Laufe der drei nächſten Jahre in ihren Verſammlungen zu erwägen. 6. Beſchloſſen, daß die Eingabe der Südoſt⸗Miſſouri⸗Paſtoral⸗ conferenz (nebſt dieſem und den beiden vorſtehenden bezüglich der Eingabe gefaßten Beſchlüſſen — 4. und 5. Beſchluß —) im Druck an jede Gemeinde unſerer Synode behufs Erwägung des Inhalts der Eingabe geſchickt werde. Aeußere oder Heidenmiſſion. „Als Ihre Commiſſion im Jahre 1899 ihren Bericht abſtattete, hatte die Verkündigung des Evangeliums durch unſere Miſſionare in Indien noch keinen ſichtbaren Erfolg aufzuweiſen, aber im Vertrauen auf die Verheißung, daß das Wort Gottes nicht leer zurückkommen ſoll, hat die Synode und haben unſere Miſſionare die Arbeit getroſt fortgeſetzt. Mit innigem Dank gegen Gott kann aber jetzt berichtet werden, daß im Laufe der letzten drei Jahre auf drei von unſeren vier Stationen der Anfang zu einer Gemeinde⸗ bildung gemacht worden iſt. Miſſionar Näther in Kriſhnagiri hat im Jahre 1900 zwei ſchon chriſtliche Lehrer nach ſehr ſorgfältigem Unterricht in die rechtgläubige Kirche aufgenommen und durch ſie und ihre Familien ein Ge⸗ meindlein von 8 Seelen erhalten. Miſſionar Mohn in Ambur hat in dem⸗ ſelben Jahre einen heidniſchen Jüngling, der in ſeiner Schule gelernt hatte und von ihm als Lehrer verwendet worden war, getauft. Dieſem ſind im Laufe der Zeit noch drei andere gefolgt, und kürzlich haben dort elf Heiden die heilige Taufe empfangen, ſo daß jetzt 15 Seelen unter Miſſionar Mohns ſeelſorgerlicher Pflege ſtehen. Eine Katechumenin, die während des Unter⸗ richts an der Peſt erkrankte, erhielt die Nothtaufe und ſtarb bald darauf. In Vaniyambadi hat Miſſionar Freche nach einer ſehr bitteren Enttäuſchung durch einen jungen Brahminen im Laufe des vorigen und dieſes Jahres mehrmals die Freude gehabt, Heiden taufen zu können, und ſeine Gemeinde beſteht jetzt aus 22 Seelen. So zählen wir alſo 45 eingeborene Chriſten in unſerer Miſſion; und in Ambur ſowohl als in Vaniyambadi haben ſich wieder etliche zur Taufe gemeldet und ſtehen im Unterricht. Für dieſen zwar noch kleinen, aber ſehr erfreulichen Anfang danken wir Gott von Herzen. Er wolle das kleine Häuflein ſammt unſern Miſſionaren behüten und zu unſerer ferneren Arbeit Segen und Gedeihen geben. „Während aber unſere Miſſionare darauf bedacht ſind, das Evange⸗ lium allen zu predigen, die ſie erreichen können, pflegen ſie daneben mit großem Eifer die Schule; und auch hier hat ein erfreulicher Fortſchritt