# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S75 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Zehnten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1902. 75 „Die Sprachenfrage, die von Ihrer vorigen Commiſſion für eng⸗ liſche Miſſion in ihrem Bericht vom Jahre 1899 ausführlich erörtert wor⸗ den iſt, iſt auch von uns mehrfach erwogen worden. Wir ſehen jedoch hier von einer weiteren Darlegung ab, da die Sache in anderer Weiſe und bei anderer Gelegenheit vor eine Ehrw. Synode kommt.“ (Auszug aus dem Bericht der Commiſſion für engliſche Miſſion.) „In dem Bericht der 9. Delegatenſynode vom Jahr 1899 findet ſich folgender Beſchluß: ‚Beſchloſſen, daß eine Delegation, beſtehend aus drei Gliedern, erwählt werde, welche die Synodalverſammlung der eng⸗ liſch⸗lutheriſchen Miſſouri⸗Synode beſuche und mit den Gliedern genannter Synode berathe, auf welche Weiſe bezüglich der Sprachenfrage die gleichen Intereſſen beider Synodalkörper fürs Reich Gottes gefördert werden kön⸗ nen; daß dieſe Delegation, beſtehend aus Herrn Prof. F. Pieper und den Diſtrictspräſides Herrn P. P. Brand und P. G. Spiegel, gehalten ſein ſoll, der nächſten Allgemeinen Synode gelegentlich ihrer Sitzung im Jahre 1902 Bericht zu erſtatten.‘ „Dieſem Beſchluſſe gemäß berichtet Ihre ernannte Delegation einer Ehrw. Synode, daß ſie mit einer Committee der Ehrw. engliſchen Synode während der Verſammlung derſelben in Detroit im Jahre 1899 berathen und ſich mit dieſer Committee auf folgende Vorlage einer Vereinbarung geeinigt hat: „‚Gott hat der lutheriſchen Kirche dieſes Landes auf dem Gebiet der Inneren Miſſion eine zweifache Aufgabe zugewieſen, nämlich die reine Lehre hauptſächlich durch das Medium der deutſchen und der engliſchen Sprache fortzupflanzen. Die Entſtehung und Ausbreitung der engliſchen Synode von Miſſouri u. a. Staaten zeigt deutlich, daß Gott unſerer Miſ⸗ ſouri⸗Synode die Hände gefüllt und geſtärkt hat, auch der engliſchredenden Bevölkerung dieſes Landes zum Segen zu werden. Damit dieſer Segen nicht verſchüttet, ſondern durch Gottes Gnade gemehrt wird, müſſen wir die oben bezeichnete doppelte Aufgabe alſo zu löſen ſuchen, daß ſowohl die, welche in der deutſchen Arbeit ſtehen, als auch die, welche am engliſchen Werk arbeiten, ſich gegenſeitig die Hände ſtärken und die Wohlfahrt der ganzen Kirche im Auge behalten. „‚Die engliſche Synode hat offenbar den Beruf, die Führung des eng⸗ liſchen Werkes als ihre Hauptaufgabe zu betrachten. Wie es jedoch Pflicht der engliſchen Brüder bleiben wird, wo ſich Gelegenheit bietet, der deut⸗ ſchen Miſſion zu dienen und ihr Material und Kräfte zuzuführen, ſo iſt es gewiß auch Pflicht derer, die in deutſcher Arbeit ſtehen, das engliſche Werk zu fördern und bei ſich darbietender Gelegenheit die Arbeit für dasſelbe auf⸗ zunehmen durch engliſche Predigt und Sammlung engliſcher Gemeinden. „‚Was die Synodalverbindung der ſo entſtandenen Gemeinden betrifft, ſo halten wir es für das Naturgemäße und Dienliche, daß die deutſchen Gemeinden eine deutſche und die engliſchen Gemeinden eine eng⸗