# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S69 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Zehnten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1902. 69 „Wir erlauben uns ſchließlich, einer Ehrw. Synode folgende Empfeh⸗ lungen vorzulegen: „1. Daß die Synode unſeren Brüdern in Braſilien empfehle, eine kirchliche Zeitſchrift ins Leben zu rufen, in welcher ſie unſere Lehre und kirchliche Stellung darlegen und gegen die Angriffe der dortigen Preſſe ſich wehren können. „2. Daß die Synode den dortigen Gemeinden empfehle, ſobald als thunlich einen Synodaldiſtrict zu bilden, da die Erfahrung unſerer Synode bewieſen hat, daß das den Intereſſen des Reiches Gottes förderlich iſt. Die Beſtimmung des Zeitpunktes, wann dies geſchehen ſoll, ſollte der Com⸗ miſſion unter Berathung des Allgemeinen Präſidiums anheimgeſtellt werden. „3. Daß die Synode erwägt, ob und wie hülfsbedürftigen Gemeinden in Braſilien Geld zum Kirchbau vorgeſtreckt werden könne, damit dieſelben nicht die dortigen unerhört hohen Zinſen zahlen müſſen. „4. Daß die Synode allen ihren Gemeinden empfehle, beſonders in der nächſten Zeit, mit ihren Gebeten und Gaben die Miſſion in Braſilien zu unterſtützen, dabei aber auch der Inneren Miſſion dieſes Landes die ihr noch ſo nöthige Unterſtützung nicht zu entziehen. „5. Daß die Synode die Frage erörtere, wie wir wohl bei dem gegen⸗ wärtigen Stand der Dinge (in unſeren Anſtalten und hieſigen Bedürfniſſen) die vorausſichtlich größer werdende Zahl der Geſuche um Paſtoren für Bra⸗ ſilien werden befriedigen können. „6. Endlich erbittet ſich die Commiſſion die Meinung und den Rath der Synode darüber, ob es nicht dem Miſſionswerke in Braſilien förderlich ſein würde, mit der Zeit auch Schullehrer nach Braſilien zu ſenden.“ III. „Ehe die Commiſſion den von Herrn P. Schulze geſandten Bericht über unſere Miſſion in London unterbreitet, erlaubt ſich dieſelbe mitzuthei⸗ len, daß Herr P. Poch, welcher der Miſſion in South Tottenham, einer Vorſtadt Londons, ſeit Herbſt 1900 vorſteht, in unſerer Mitte iſt. Sein Geſundheitszuſtand war ſeit längerer Zeit ein leidender, ſo daß es den An⸗ ſchein hatte, daß derſelbe ſich einer Operation zu unterziehen haben würde. Herr P. Schulze gab der Commiſſion zu bedenken, ob es nicht gerathen ſein würde, Herrn P. Poch zu geſtatten, der Synode beizuwohnen, da eine See⸗ reiſe viel zur Kräftigung ſeiner Geſundheit beitragen würde. Ihre Com⸗ miſſion glaubte, dem Wunſch und der Bitte Herrn P. Schulzes willfahren zu müſſen. Eine Ehrw. Synode wolle Herrn P. Poch Gelegenheit geben, über unſer Miſſionswerk in London mündlich zu berichten. „Der Bericht P. Schulzes lautet wie folgt: ‚Das ſeit der letzten Dele⸗ gatenſynode vergangene Triennium iſt für unſere Miſſion unter den Deut⸗ ſchen der engliſchen Hauptſtadt im Allgemeinen ein geſegnetes geweſen. Während wir früher in dem großen London nur Einen Arbeiter auf Vor⸗ poſten hatten, ſind es jetzt ihrer drei, die dort im Wort und in der Lehre arbeiten, nämlich P. F. W. Schulze, P. B. Poch und Lehrer Johann Vorn⸗