# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S64 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 64 Verhandlungen der 25ſten Allgemeinen oder nicht dem kirchlichen Amt, ſondern einem andern Beruf widmen wollen, ſei es nun, daß ſie ihre Studien damit überhaupt abſchließen, oder daß ſie irgend ein weltliches Fachſtudium beginnen wollen. Unſere Lehranſtalten haben von jeher ſolchen offen geſtanden, und mit Recht. Es iſt ein Segen für unſer Land und für unſere Kirche, daß gar mancher Richter, Anwalt, Arzt, Chemiker ꝛc. ſeine wiſſenſchaftliche Vorbildung nicht hat auf einer chriſtusloſen Schule ſuchen müſſen. Hier darf wohl erwähnt werden, daß wir die Tertia hatten, als das Progymnaſium der Allgemeinen Synode übergeben wurde. Die Aufhebung dieſer Klaſſe hat einen ſchlimmen Ein⸗ druck in den Kreiſen unſerer hieſigen Gemeinden gemacht, beſonders da ſich wohl Mittel hätten finden laſſen, daß dieſelbe hätte fortbeſtehen können, ohne der Synode die Koſten aufzubürden. Auch die Einheit der Ver⸗ waltung hätte nicht geſtört zu werden brauchen. Die Aufhebung iſt unter Gottes Zulaſſung geſchehen. Die Wiederaufrichtung kann unter Gottes Segen den angerichteten Schaden ſchneller gut machen, als wir zu hoffen wagen. „Wenn man nun bei unſerer Bitte um Einrichtung einer Tertia wegen unſerer kleinen Schülerzahl Bedenken trägt, ſo iſt doch, abgeſehen von den daraus reſultirenden Vortheilen in Zucht und Unterricht, auch darauf hin⸗ zuweiſen, daß in unſerer Synode über 50 Paſtoren und einige Lehrer durch unſere Anſtalt gegangen ſind. Unter dieſen ſind ſicherlich viele, die gerade dadurch leichter oder vielleicht gar überhaupt für das Studium haben ge⸗ wonnen werden können, daß ſie eine Anſtalt in ihrer Mitte hatten, ſo daß ohne dieſe der Predigermangel in unſerer Synode noch empfindlicher wäre, als er ſchon iſt. „Ehrwürdige Väter und Brüder, wohl nirgends mehr als im Oſten unſeres Landes ſind treue Lutheraner durch Pſeudolutheraner in ihrer Arbeit gehindert; wohl nirgends mehr als hier macht ſich ein verfeinertes Heidenthum breit, deſſen Götzen Gold, Fleiſchesluſt und ſogenannte ‚Wiſſen⸗ ſchaft‘ ſind. Darum braucht gerade der Oſten ſtarke Anſtrengungen auf dem Gebiete der chriſtlichen Erziehung und Bildung. „Dem HErrn, der uns die Arbeit in ſeinem Reich anbefohlen hat, ſei Dank für den bisherigen Beiſtand. Ihm ſei auch fernerhin unſere Concordia anbefohlen. Amen.“ (Bericht der Aufſichtsbehörde zu Hawthorne, N. Y.) 1. Beſchloſſen, daß der Anſtalt zu Hawthorne die ihr vor ſechs Jahren genommene Tertia ſofort wieder gegeben werde — ſelbſtverſtänd⸗ lich mit einer vierten Lehrkraft. 2. Beſchloſſen, daß dieſelben Vergünſtigungen, welche in Bezug auf Bibliothek und Naturaliencabinet den andern Anſtalten der Synode ge⸗ währt worden ſind, auch der Anſtalt zu Hawthorne zu Theil werden.