# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S52 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 52 Verhandlungen der 25ſten Allgemeinen oder Concordia⸗Gymnaſium zu Milwaukee, Wis. „1. Das Profeſſorenperſonal, welches dieſelben Namen aufweiſt wie vor drei Jahren, hat in alter Treue und mit gewohntem Geſchick auch in dem Triennium 1899 bis 1902 ſeines Amtes gewartet. Nur ſelten wurde das eine oder andere Glied der Facultät durch Krankheit an der Ausübung ſeines Berufs gehindert. „2. Daß es unſerer Anſtalt an Schülern nicht gefehlt hat, beweiſen folgende Zahlen: 1899 bis 1900: 185; 1900 bis 1901: 185; 1901 bis 1902: 237. Daß bei einer ſolchen Anzahl von Schülern nicht alles edler Weizen iſt, wird jeder begreiflich finden, der die Schriftlehre von der Kirche kennt und daher zwiſchen ſichtbarer und unſichtbarer Kirche zu ſcheiden weiß. Indeß dürfen wir auch bezeugen, daß nur wenige grobe Ausſchreitungen ſich zugetragen haben, und daß denſelben mit ernſter Zucht begegnet worden iſt, ſei es durch Ermahnungen und Warnungen, ſei es durch Verhängung von Strafen oder, wenn nöthig, durch Entfernung von der Anſtalt. — Der Geſundheitszuſtand der Schüler war ein ſehr guter; nur wenige ſchwere Krankheitsfälle, kein Todesfall iſt zu verzeichnen geweſen. „3. Das freudenreichſte und wichtigſte Ereigniß in der Geſchichte unſers Gymnaſiums ſeit vielen Jahren iſt ohne Zweifel die ſchon vor neun Jahren von der Ehrw. Synode beſchloſſene und nun endlich durch Gottes Hülfe zur Ausführung gekommene und wohlgelungene Errichtung des neuen Lehr⸗ gebäudes. Dasſelbe konnte zu Anfang des gegenwärtigen Schuljahres, den 8. September 1901, mit Dank gegen den gütigen Gott eingeweiht und ſeiner Beſtimmung übergeben werden. Obwohl durch drohendes Wetter etwas beeinträchtigt, war die Feier doch eine würdige, bei welcher die Reden des Hochw. Herrn Allgemeinen Präſes Pieper, des Herrn P. L. Hölter und des Herrn Prof. W. Müller (engliſch) den Mittelpunkt bildeten. — Wir ver⸗ zichten an dieſer Stelle auf eine Beſchreibung des Baues, weil nicht nur der „Lutheraner“ ſchon eine ſolche gebracht hat, ſondern auch alle Delegaten Gelegenheit haben, ſich das ſchöne und zweckmäßig eingerichtete Gebäude anzuſehen. Aber eins fühlen wir uns veranlaßt, im Folgenden zu betonen. Daß bei einem von der Synode beſchloſſenen Bau die von ihr bewilligte Summe überſchritten worden iſt, iſt ſchon des öfteren dageweſen; es dürfte daher auch nicht gerade allzuſehr befremden, wenn das auch bei unſerem neuen Gebäude geſchehen wäre, zumal es infolge unſeres Wartens auf die zu zeichnende Zweidrittelſumme zu einer ſehr theuren Zeit gebaut werden mußte. Wird doch auch ſonſt nur ſehr ſelten ein Bau aufgeführt, einerlei ob von einer Gemeinſchaft oder von einer Privatperſon, einerlei ob groß oder klein, deſſen wirkliche Koſten die Voranſchlagsſumme nicht überſchreiten. Das wäre alſo durchaus nichts Auffallendes. Und in der That: die Ge⸗ ſammtkoſten unſeres Baues betrugen $44,194.05, während die Synode nur $35,000 bewilligt hatte. Aber dies dürfte allerdings bemerkenswerth ſein, daß nämlich die bedeutenden Mehrkoſten nicht von der