# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S50 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 50 Verhandlungen der 25ſten Allgemeinen oder „Die von der Synode im Jahre 1899 bewilligten Bauten ſind ausge⸗ führt worden. Für dieſelben ſind $462.40 mehr ausgegeben worden, als die Synode dafür bewilligt hatte. Das kam ſo: Bald nach der letzten Synode ſtieg das Baumaterial, beſonders Eiſen, gegen 25 Procent. Wir bitten die Ehrw. Synode daher, um des angeführten Grundes willen dieſe Mehrausgabe gutzuheißen. „Das Lehrercollegium hat in gewohnter Treue ſeine Arbeit verrichtet. Gleich zu Anfang des Schuljahres 1899 bis 1900 reſignirte Herr Dr. Düm⸗ ling. Nach längerer Vacanz fanden wir einen tüchtigen Erſatz für dieſe Profeſſur in der Perſon des Herrn P. L. Dorn. „Mit tiefer Betrübniß müſſen wir berichten, daß Herr Prof. Biſchoff am 1. Februar dieſes Jahres plötzlich auf der linken Seite gelähmt wor⸗ den iſt. Nachdem wir mit dem Hochw. Allgemeinen Präſes die durch dieſe plötzliche Erkrankung entſtandene Sachlage beſprochen hatten, ſtellten wir Herrn Prof. Kruſe zur Aushülfe bis Ende Juni an. Gott Lob, der Zu⸗ ſtand Herrn Prof. Biſchoffs hat ſich etwas gebeſſert. Möge der HErr geben, daß er bald wieder in der Anſtalt thätig ſein kann. „Auf noch etwas möchten wir die Ehrw. Synode hier aufmerkſam machen. Herr Rector Schick, der der Synode jetzt über ſechsundvierzig Jahre an unſerer Anſtalt gedient hat, iſt nun in die Jahre eingetreten, in denen es ihm äußerſt ſchwer wird, die ihm zugewieſene Zahl Stunden zu geben. Wiederholt hat er im letzten Jahr Stunden ausſetzen müſſen, weil er ſich zu ſehr angegriffen fühlte. Eine beſchränkte Zahl Stunden könnte er noch ganz gut übernehmen. Es muß alſo hier Hülfe beſchafft werden, wenn die Arbeit an dieſer Anſtalt in Zukunft recht gethan werden ſoll. Die Synode möge beſtimmen, wie das geſchehen kann und ſoll. „Auch in den letzten drei Jahren haben ſich die Schüler im Großen und Ganzen mit dem Worte Gottes weiſen und regieren laſſen und ſind treu und fleißig geweſen. Bei manchen zeigte ſich allerdings das Fleiſch ſehr deutlich. Einige mußten ihrer Vergehen wegen von der Anſtalt entfernt werden. Der Geſundheitszuſtand war, wenn man die traurigen Zuſtände in den hieſigen Gebäuden in Betracht zieht, noch gut zu nennen. Mehr⸗ mals ſind anſteckende Krankheiten vorgekommen. Zwei ſchwere Operationen mußten vorgenommen werden. „Nun möchten wir noch auf eine Sache hinweiſen. Sie betrifft unſere Anſtaltsgebäude. Dieſe weiſen ſolche Schäden auf, was Fußboden, Quer⸗ balken, Ventilation, Heizung, Beleuchtung, Dach, Treppen, Drainirung und auch Raum betrifft, daß hier endlich einmal etwas Gründliches gethan werden muß, wenn wir vor Gott und unſerm Gewiſſen beſtehen wollen und das Werk des HErrn an dieſem Ort gedeihen ſoll. Da aber die an dieſen alten Gebäuden nöthigen Reparaturen, ſowie der Bau eines neuen Flügels, um den nöthigen Raum zu gewinnen, eine große Summe ver⸗