# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S41 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Zehnten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1902. 41 „Heizung zur Ausführung gekommen iſt, nur $3638.00 gekoſtet hat und ſo weit völlige Zufriedenheit gibt. Was den ſchon zweimal von der Synode ſo freundlich gewährten Bau eines Wirthſchaftsgebäudes anlangt, wäre zu berichten, daß wir von der Errichtung dieſes ſo nöthigen Gebäudes wiederum abſehen mußten, weil die von der Synode bewilligte Summe von $20,000.00 nicht hinreichte. Nach ſorgfältiger Wiedererwägung dieſer Angelegenheit war es uns klar, daß der zu errichtende Bau folgende Räum⸗ lichkeiten enthalten ſollte: einen Speiſeſaal für 300 Perſonen, eine Küche mit Zubehör, eine Wohnung für den Koch, Schlafräume für das Per⸗ ſonal, zwei Krankenzimmer, einen Lehrſaal für 200 und Wohnzimmer für 100 Studenten. Pläne und Berechnungen, welche zwecks Feſtſtellung der Koſten gemacht wurden, haben ergeben, daß mindeſtens $31,000.00 bis $35,000.00 erforderlich ſein werden. Wir ſehen uns daher genöthigt, mit der Bitte vor die Synode zu treten, ſie wolle die früher bewilligte Summe entſprechend erhöhen. Da der Legatenfonds der Anſtalt jetzt die Summe von $24,125.10 erreicht hat, ſo wäre alſo eine Zulage von nur noch etwa $10,000.00 nöthig. Die Synode wird die dringende Nothwendigkeit einer recht baldigen Ausführung dieſes ſchon ſo lange geplanten Baues erkennen, wenn ſie Folgendes erwägt: Bekanntlich hat man, als das jetzige Seminar gebaut wurde, ſchon in Ausſicht genommen, ein Haus für Küche und Speiſe⸗ ſaal hinzuzufügen, und hat die Wirthſchaft fürs erſte im Erdgeſchoß des Seminars eingerichtet. Natürlich konnte dieſe Einrichtung in den engen, dunklen, ſchlecht ventilirten Räumen von vornherein nur nothdürftig und ungenügend ſein. Mit der Zeit aber, ſonderlich durch das Anwachſen der Studentenzahl, wurde der Nothſtand immer fühlbarer. Es iſt jetzt faſt nicht mehr möglich, ohne immer neue große Koſten, auch nur den beſchei⸗ denſten Anſprüchen auf Reinlichkeit und Appetitlichkeit gerecht zu werden. Und ſollte die Studentenzahl, wie ja zu erwarten ſteht, noch größer werden, ſo ſehen wir nicht, wie man ſich dann noch weiter behelfen könnte. Zum andern iſt zu erwägen, daß wir im Seminar keinen Lehrſaal haben, der für zwei Klaſſen genügend Raum, Licht und Bequemlichkeit bietet. Was wir auch verſucht haben — und es hat immer wieder mehr oder weniger Koſten verurſacht, dem Uebelſtande einigermaßen abzuhelfen —, die wohlberech⸗ tigten Klagen über Mangel an Raum und Licht nahmen kein Ende. Durch eine weitere Zunahme der Zahl der Studenten würde hier der Nothſtand geradezu unerträglich werden, und wir wüßten dann keinen Rath mehr. Endlich fehlt es auch an Wohnzimmern. Schon jetzt ſind mehrere Zimmer überfüllt. Dieſer Noth würde zwar durch Verlegung der Wohnung für den Koch und das ſonſtige Hausperſonal in das Wirthſchaftsgebäude bei der gegenwärtigen Zahl der Studenten abgeholfen. Wir ſind jedoch der Meinung, man ſollte, wenn man einmal baut, an die ſicher in Ausſicht ſtehende Steigerung der Frequenz denken und auch einige Wohn⸗ oder Schlaf⸗ zimmer mit einrichten. — Sollen nun dieſe zum Theil ſchreienden Noth⸗