# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S39 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Zehnten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1902. 39 und Seligkeit machen wollen. Er bleibt von Türken, Juden, Buddhiſten, Papiſten, Unitariern und Logen und allen falſchen Religionen unverführt. So hätten wir geſehen, warum es ſo wichtig iſt, unter allen Umſtän⸗ den und allem Irrthum gegenüber feſtzuhalten, daß das Chriſtenthum im Glauben an Chriſtum den Gekreuzigten beſteht. Nur ſo nämlich können wir Menſchen 1. ſelig, 2. der Gnade Gottes gewiß, 3. fleißig in guten Werken und 4. geiſtlich verſtändig machen. Gott erhalte uns aus Gnaden um Chriſti willen bei der Wahrheit des Evangeliums! Geſchäftsverhandlungen. Concordia⸗Seminar zu St. Louis, Mo. „Wir beginnen unſern Bericht über das verfloſſene Triennium“ (Zeit⸗ raum von drei Jahren) „mit den Worten Klagl. 3, 22. 23.: ‚Die Güte des HErrn iſt, daß wir nicht gar aus ſind; ſeine Barmherzigkeit hat noch kein Ende; ſondern ſie iſt alle Morgen neu, und deine Treue iſt groß.‘ Denn wir können der Ehrw. Synode mittheilen, daß unſere Anſtalt in den drei Jahren geblieben und heute noch iſt, was ſie von Anfang ihres Be⸗ ſtehens war, eine Anſtalt, in welcher chriſtliche Jünglinge in der reinen, lauteren Lehre unſerer evangeliſch⸗lutheriſchen Kirche unterwieſen und zu tüchtigen Arbeitern in des HErrn Weinberg herangebildet werden. Mit großer Treue und Gewiſſenhaftigkeit und mit unermüdlichem Fleiß haben die Profeſſoren, jeder an ſeinem Theil, nicht eigene Weisheit, ſondern die Lehre des geoffenbarten Wortes Gottes vorgetragen und ihren Zöglingen eingeprägt. Und dieſe haben im Großen und Ganzen auch bewieſen, daß ſie Gottes Wort lieb hatten und daß ſie ſich des hohen Berufes wohl be⸗ wußt waren, auf welchen ſie ſich vorbereiten ſollten. Daß der Geiſt des Glaubens und der Gottesfurcht in unſerer Anſtalt regiert, kann die Ehrw. Synode ſchon daraus erkennen, daß bei einer ſo großen Zahl von jungen Männern, die doch, wie andere, nicht nur Fleiſch und Blut haben, ſondern auch gar vielen Verſuchungen ausgeſetzt ſind, keine ſchlimmen Ausſchrei⸗ tungen vorgekommen ſind, daß die Disciplin auch keine beſondere Mühe machte, da die Studenten, wie es unter Chriſten ſein ſoll, auf einander Acht hatten und Sorge trugen, daß der gute Name der Anſtalt gewahrt bliebe. „310 Studenten haben in den drei Jahren die Anſtalt beſucht. Im Schuljahr von 1899 bis 1900 war die Zahl der Studirenden 193, 1900 bis 1901 dagegen 194, und im eben verfloſſenen Schuljahre betrug ſie 183. Im Jahre 1900 haben 57, in 1901 62 das theologiſche Examen beſtanden, während in dieſem Jahre die Zahl der Candidaten 54 beträgt. Gewiß