# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1902_S22 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 22 Verhandlungen der 25ſten Allgemeinen oder Synode nicht gleichen Schritt gehalten hat. Die Urſache liegt nach meinem Dafürhalten nicht darin, daß in Eltern und Kindern nicht mehr das Intereſſe für den Dienſt in der Kirche zu erwecken wäre, ſondern darin, daß in einem großen Theil der Synode vor mehreren Jahren die ehrliche Ueberzeugung herrſchte, daß wir zu viel Lehrer und Prediger ausbildeten. Dieſe Ueber⸗ zeugung iſt nun zumeiſt, wenn auch noch nicht ganz, geſchwunden. So hat die Schülerzahl ſich ſchon letzten Herbſt gehoben und ſie wird ſich hoffentlich dieſen Herbſt und in der Folgezeit noch mehr heben. Der Mangel an Arbeits⸗ kräften iſt augenblicklich größer als ſeit 24 Jahren. Drei Lehranſtalten, die zu St. Paul, Concordia und Hawthorne, ſuchen um Erweiterung nach. Wenn die Geſuche gewährt werden, brauchen die Anſtaltsgebäude nicht vergrößert zu werden, da an allen drei Anſtalten zunächſt genügend Raum für eine weitere Klaſſe, resp. für weitere Klaſſen vorhanden iſt. Die von der letzten Delegatenſynode beſchloſſenen Bauten ſind, mit Ausnahme des Baues in St. Louis, ausgeführt worden. Warum die Aufſichtsbehörde der St. Louiſer Anſtalt den Bau nicht ausgeführt hat, wird ſie in ihrem Bericht der Synode darlegen. Die Aufſichtsbehörde unſerer Fort Wayner Anſtalt benachrichtigte mich, daß ſie der Synode die Frage vorlegen müſſe, ob die Synode in Fort Wayne ausgedehnte Reparaturen oder einen Neubau vornehmen wolle. Auf Erſuchen der Aufſichtsbehörde und unter dem Beirath der Ehrw. Diſtricts⸗ präſides habe ich eine Committee ernannt, die das Anſtaltsgebäude in Fort Wayne unterſuche und der Synode Bericht erſtatte. Es ſteht natürlich bei der Synode ſelbſt, ob ſie ſich des Berichts dieſer Committee bedienen will oder nicht. Unſere Kaſſen. Unſere Kaſſen befinden ſich, mit einer Ausnahme, in gutem Zuſtande. Die Synodalkaſſe konnte ſämmtliche Ausgaben für unſeren großen Syno⸗ dalhaushalt beſtreiten. Die Allgemeine Kaſſe für Innere Miſſion konnte dieſes Jahr, wie bereits erwähnt, zum erſtenmal ſeit vielen Jahren die von den Diſtricten begehrten Unterſtützungen voll gewähren. Die Kaſſe für Heidenmiſſion hat noch Vorrath von früheren Jahren her. Die einzige Kaſſe der Allgemeinen Synode, welche bedeutende Schulden hat, iſt die Baukaſſe. Es wurden von der letzten Delegatenſynode 54,000 Dollars für Bauten bewilligt; davon waren bis zum 1. Februar dieſes Jahres etwa 48,000 Dollars eingekommen. Es verblieb ſomit eine Schuld von $6000, die ſeitdem noch etwas reducirt iſt. Aber das iſt nicht die ganze Schuld der Baukaſſe. Sie hatte aus früheren Jahren, alſo vor der letzten Delegatenſynode, eine Schuld von circa 22,000 Dollars, macht eine Geſammtſchuld in der Baukaſſe von etwa 28,000 Dollars. Daß trotzdem der Allgemeine Kaſſirer nicht Geld zu borgen hatte, kommt daher, daß er den bedeutenden Ueberſchuß anderer Kaſſen zeitweilig zur Deckung des Deficits in der Baukaſſe verwenden konnte. Aber in Ordnung iſt dies