# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S135 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Neunten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1899. 135 „b. Daß eine aus drei Gliedern beſtehende Committee mit der Abhal⸗ tung dieſer Unterſuchung betraut werde, und daß zu dieſer Committee die Synode zwei Glieder ernenne und die Wahl eines dritten Gliedes Herrn Paſtor Burmeſter überlaſſe. „c. Daß im Namen der Synode ein brüderliches Schreiben an die Gemeinde zu Berlin, Ontario, gerichtet werde, welches den Zweck haben ſoll, beſagter Gemeinde die Gründe ans Herz zu legen, weshalb ſie auch ihrerſeits ſich zu dieſer abſchließenden Unterſuchung dieſes Falles in ihrer Mitte ſollte bereit finden laſſen. „d. Daß die Synode zu dieſer Unterſuchung Prof. Gräbner und Prä⸗ ſes Succop abordne, und Profeſſor Pieper das Schreiben an die Gemeinde in Berlin verabfaſſe und im Namen der Synode ergehen laſſe. „e. Daß nach geſchehener Unterſuchung der Michigan⸗Diſtrict von dem Reſultat derſelben officiell in Kenntniß geſetzt werde.“ (Bericht der Com⸗ mittee in Sachen Paſtor W. Burmeſters.) Beſchloſſen, daß vorſtehender Committeebericht angenommen und die in demſelben enthaltenen Empfehlungen ſo, wie ſie lauten, ausgeführt werden. Sprachenfrage bezüglich des Unterrichts in der Taub⸗ ſtummenanſtalt zu North Detroit, Mich. „Seit etlichen Jahren iſt in der ev.⸗luth. Taubſtummenanſtalt zu North Detroit, Mich., neben der urſprünglich darin ausſchließlich geübten deut⸗ ſchen Lautſprache auch die Zeichenſprache und damit die engliſche Sprache eingeführt worden. Nach den bisher gemachten Erfahrungen mußte das Directorium nach eingehender Berathung in Gemeinſchaft mit den Lehrern der Anſtalt ſeine Ueberzeugung dahin ausſprechen, daß der Unterricht in zwei Sprachen bei einem Curſus von ſechs Jahren nicht zum beſten Vor⸗ theil der Kinder iſt. „Ferner gelangte das Directorium nach längerer Berathung über die zu bevorzugende Lehrmethode zu folgendem Urtheil: Angeſichts der That⸗ ſache, daß der eigentliche Zweck unſerer Anſtalt der Unterricht der Kinder in Gottes Wort iſt, und daß uns Kinder angeboten werden, die mit größe⸗ rem Vortheil in der Zeichenſprache unterrichtet werden können, ſo halten wir dafür, daß beide Methoden in unſerer Anſtalt verbunden werden ſoll⸗ ten, ſolange wir feſthalten, daß das Sprechen der Kinder dieſelben der hörenden Menſchheit näher bringt als Zeichen. „Es müßte demnach nun eine Entſcheidung darüber getroffen werden, ob hinfort nur eine Sprache in der Anſtalt gelehrt werden ſollte, oder ob wenigſtens eine zur Hauptſprache gemacht werden und nur gefördertere