# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S129 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Neunten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1899. 129 „Es iſt ſomit der erhobene Widerſpruch gegen dieſe Beſtimmung der Synodalconſtitution und die Weigerung, ſich derſelben zu fügen, in jeder Hinſicht unberechtigt und wohl in allen Fällen als auf verkehrten Auf⸗ faſſungen beruhend anzuſehen.“ Beſchloſſen, daß vorſtehende Ausführung als ſchließliche Erklärung der Synode betreffs dieſer Sache — des ſogenannten $2.00⸗Beitrags — angenommen werde. Ev.⸗luth. Freikirche in Sachſen u. a. Staaten Deutſchlands. „An die Ehrwürdige Delegatenſynode der deutſchen ev.⸗luth. Synode von Miſſouri, Ohio u. a. Staaten richtet der unterzeichnete Synodalrath“ (Präſes O. H. Th. Willkomm ꝛc.) „auf Grund eines Beſchluſſes der Synode der ev.⸗luth. Freikirche in Sachſen u. a. Staaten Deutſchlands das ergebene Geſuch, dieſelbe wolle . . . das Directorium der Druckerei in St. Louis er⸗ mächtigen, daß dasſelbe dem Schriften⸗Verein der ſeparirten ev.⸗luth. Ge⸗ meinden in Sachſen ein Commiſſionslager gewähre. Dieſer Schriften⸗ Verein iſt kein privates Unternehmen, ſondern er vertritt die Intereſſen unſerer Synode. Seine geſonderte Exiſtenz hat lediglich darin ſeinen Grund, daß die Synode als eine kirchliche Genoſſenſchaft nach dem hier geltenden Rechte nicht incorporirt werden konnte; deshalb mußte ein beſon⸗ derer, lediglich geſchäftliche Zwecke verfolgender Verein gegründet werden. Derſelbe iſt incorporirt, und zwar als Genoſſenſchaft mit unbeſchränkter Haftpflicht, das heißt, die Glieder des Vereins haften und ſind gerichtlich haftbar zu machen für alle Schulden des Vereins. ... Ueberdies aber ſteht, wie geſagt, die Synode hinter dem Verein und würde im Falle eines Bankerottes desſelben ſich für verpflichtet anſehen, die Schulden desſelben zu bezahlen. „Welchen Umfang die Geſchäfte des Vereins haben, wolle die Ehrw. Synode daraus erſehen, daß derſelbe in den Jahren 1893—1898 an Waaren und Kaſſa an das Concordia Publishing House im Ganzen $5253.22 ge⸗ ſandt hat, und zwar in ſteigender Zunahme. Viel wichtiger aber als dieſe Zahlen iſt der Umſtand, daß die miſſouriſche Literatur durch den Schriften⸗ Verein in Deutſchland ſo leicht und billig wie möglich zu beziehen ſein und ſo weit als nur irgend möglich verbreitet werden muß, wozu eben ein Com⸗ miſſionslager dringend nöthig iſt.“ (Auszug aus dem Geſuch des Schriften⸗ Vereins.) Beſchloſſen, daß vorſtehendes Geſuch bewilligt und das Direc⸗ torium zu St. Louis ermächtigt werde, dem Schriften⸗Verein der Freikirche in Sachſen ein Commiſſionslager unter folgenden von ihm ſelbſt entworfenen und von uns angenommenen Stipulationen zu gewähren: 9