# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S101 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Neunten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1899. 101 „Laut Beſchluß der Ehrw. Synode vom Jahre 1896 war uns vor⸗ geſchrieben, alljährlich am 1. Februar den Geſchäftsabſchluß mit Aufnahme des Inventars vorzunehmen. Da aber in der Zeit zwiſchen Weihnachten und Oſtern alle Kräfte im Geſchäft nöthig ſind, um die ſich gerade dann häufenden Arbeiten, beſonders die Veränderungen im Zeitſchriftenconto, zur rechten Zeit zu bewältigen, und nach Vorſchrift der Synode zu buchen, ſo wäre dieſe Beſtimmung der Ehrw. Synode nur dann ausführbar ge⸗ weſen, wenn wir für die Extraarbeit temporär auch beſondere Leute an⸗ geſtellt hätten, und ſelbſt dann hätte die Ausführung der Beſtimmung nur unter großen Schwierigkeiten geſchehen können. Mit Bewilligung des Hochw. Allgemeinen Präſes, Herrn Dr. H. C. Schwan, und mit Ein⸗ ſtimmung der Reviſionscommiſſion haben wir daher den 1. Mai eines jeden Jahres dafür angeſetzt; nur in dieſem Synodaljahre haben wir die Arbeit ſo früh vorgenommen, daß der Bericht der Synode vorgelegt wer⸗ den kann. „Gemäß der Beſtimmung der Ehrw. Synode iſt auch ein Reſervefonds gegründet worden. Bis ſo weit haben wir $6000.00 in Bonds angelegt. „Die Buchung der Subſcriptionen für unſere Zeitſchriften iſt nach Vor⸗ ſchrift der Ehrw. Synode geändert worden. „Die aus dem M. C. Barthel Estate in dem Beſitz des Concordia Publishing House übergegangenen Actien der Schwartz Brothers Com- mission Co. ſind durch den Zuſammenbruch des genannten Geſchäftes werthlos geworden. Schon im März 1895 machte das derzeitige Direc⸗ torium den Verſuch, die Actien zu verkaufen; doch vergeblich. Aus ge⸗ wiſſen Gründen wurde Einſicht in die Bücher der Commission Co. ver⸗ langt, aber von dem Leiter der Firma verweigert. Auf den Rath eines bewährten Juriſten hin warfen wir die Actien nicht auf den Markt und erzwangen auch nicht eine Durchſicht der Bücher, weil wir hofften, durch Schonung der Firma der Synode doch noch etwas retten zu können, zumal die Gebrüder Schwartz ſich bereit erklärten, die Actien anzukaufen, ſobald ſich ihr Geſchäft etwas erholt haben würde. So wurde unter ſteten Ver⸗ handlungen die Sache hingehalten, bis die Firma im Februar 1897 fallirte, wobei es ſich herausſtellte, daß man auch durch gerichtliche Schritte nichts gerettet haben würde. „Auch erlauben wir uns, der Ehrw. Synode mitzutheilen, daß die Bücher und Kaſſen des Geſchäftes jeden Monat von Gliedern des Direc⸗ toriums revidirt worden ſind. Der Agent hat monatlich einen Trial Bal- ance vorgelegt und vierteljährlich iſt ein Bericht dem Präſidium zugeſandt worden. Alle Belege ſind den Beſtimmungen der Synode gemäß gekenn⸗ zeichnet worden. „Wir erlauben uns ferner, einer Ehrw. Synode Nachſtehendes zu ge⸗ eigneter Beſchlußnahme vorzulegen: