# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S98 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 98 Verhandlungen der 24ſten Allgemeinen oder des Miſſionars nicht nur auf den Oeſtlichen, ſondern auch auf andere Diſtricte erſtreckt.’ (Oeſtl. Diſtr.⸗Bericht 1898, S. 106.) „Die von der Synode Oeſtlichen Diſtricts eingeſetzte Commiſſion für Letten⸗ und Eſthenmiſſion erlaubt ſich nun, die Ehrw. Allgemeine Synode an dieſen Beſchluß zu erinnern und zu bitten, darüber ſchlüſſig zu werden. — Gott ſelber aber fördere bei uns auch dies Werk unſerer Hände nach ſeiner Verheißung.“ (Eingabe des Oeſtlichen Diſtricts durch deſſen Commiſſion für Letten⸗ und Eſthenmiſſion.) Beſchloſſen, daß die Allgemeine Synode die bisher vom Oeſtlichen Diſtrict betriebene und geleitete Letten⸗ und Eſthenmiſſion zu der ihrigen mache. Beſchloſſen, daß zur Betreibung und Leitung genannter Miſſion eine beſondere Commiſſion, beſtehend aus drei Gliedern, eingeſetzt werde. (Siehe „Synodal⸗Beamte“.) Indianermiſſion. „Etwa ſechs Meilen nördlich von Shawano im Staate Wisconſin liegt die große Menominee⸗ und Stockbridge⸗Indianer⸗Reſervation von 16 Meilen Breite und 24 Meilen Länge. Die Indianer der Stockbridge⸗ Reſervation, welche nicht wie die der Menominee⸗Reſervation Katholiken ſind, zählen etwa 300 bis 400 Seelen. Sie wurden in früheren Jahren von den Presbyterianern bedient, aber in der letzten Zeit gänzlich vernach⸗ läſſigt, resp. aufgegeben. Ich begann, unter ihnen zu arbeiten. Da dieſe meine Arbeit Erfolg verſprach, ſo veranlaßte ich meine Gemeinde, einen Lehrer zu berufen, der ſtatt meiner die Schule in Shawano übernähme. Ich verſprach, in der Hoffnung auf Unterſtützung meiner Gemeinde, für das vergangene Jahr $150.00 und für dieſes $50.00 von meinem Gehalt abzugeben. Meine Gemeinde ging darauf ein und berief einen Lehrer, der am 2. Januar 1898 eingeführt wurde. Seit April vorigen Jahres bin ich alle vierzehn Tage und ſeit December alle drei Wochen zu den Indianern hinausgegangen und habe Gottesdienſt gehalten. Mit großer Freude hat man mich aufgenommen und mir wiederholt erklärt, wie froh man ſei, daß man wieder regelmäßig Gottesdienſt habe. Es wurden und werden die Gottesdienſte auch durchweg gut beſucht. Durchſchnittlich finden ſich 30 bis 40 Perſonen zum Gottesdienſt ein. Ich predige in der engliſchen Sprache, welcher die Indianer mächtig ſind. Es haben dieſe Indianer das Evan⸗ gelium lieb und leſen fleißig in der Bibel. In einer ihrer kürzlich ab⸗ gehaltenen Verſammlungen haben ſie auf meine Veranlaſſung, da ich ſie doch nicht auf die Dauer bedienen kann, wie ſie bedient werden ſollten — denn ich habe in meinen Gemeinden vollauf zu thun —, beſchloſſen, unſere Synode um einen eigenen Paſtor zu bitten, der dann auf der Reſervation