# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S96 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 96 Verhandlungeu der 24ſten Allgemeinen oder Negermiſſion. „Die Commiſſion für Negermiſſion erlaubt ſich in Gemäßheit einer alten Beſtimmung, der Ehrw. Synode von Miſſouri, Ohio u. a. Staaten einen kurzen Bericht über das Werk der Negermiſſion vorzulegen und um erneuerte Liebe und Unterſtützung dieſes geſegneten Werkes zu bitten. „Obwohl der Druck der letzten ſchweren Jahre auch in dieſer Miſſion ſich durch verringerte Einnahmen ſehr bemerkbar gemacht und weitere Aus⸗ dehnung derſelben verhinderte, ſo iſt doch auch dieſes Werk im Ganzen ſei⸗ nen ſtillen und geſegneten Gang vorangeſchritten. Wir haben nicht nur gehalten, was wir haben, ſondern auch im letzten Jahre die Pfähle unſerer Miſſionszelte weiter ſtecken dürfen. Sonderlich dürfen wir mit dankbarer Freude rühmen, daß Gott durch die letzte Verſammlung der Ehrw. Synodal⸗ conferenz in Cincinnati, O., einen neuen Geiſt der Freude und Liebe an und zu dieſem Werk über ſeine lutheriſchen Chriſten ausgegoſſen hat. Auf Be⸗ ſchluß dieſer Verſammlung durften wir vier neue Stationen in Angriff neh⸗ men, und für die nächſten zwei Jahre ſind $30,000.00 zur Fortführung des Werkes und Tilgung der Schulden zugeſichert. Mit innigem Dank gegen Gott und unſere lieben Chriſten rühmen wir auch eine bedeutend vermehrte Einnahme in unſerer Kaſſe ſeit dieſen Beſchlüſſen. Wir dürfen es wagen, von den diesjährigen Candidaten drei in die Arbeit unſerer Negermiſſion zu ſtellen, und ſehen mit froher Hoffnung der Zukunft entgegen. „Der Stand unſerer Miſſion iſt gegenwärtig folgender: Wir haben 14 Stationen, zu denen die vier neueröffneten dieſes Jahres kommen. Auf dieſen Stationen arbeiten 9 Miſſionare als Paſtoren, von denen 5 zugleich Schule halten, 6 Lehrer, von denen zwei Neger ſind; die Miſſion hat 13 Kirchen, 7 Schulhäuſer, ein Pfarrhaus, einen Gottesacker. Drei neue Arbeiter hoffen wir aus den diesjährigen Candidaten in die Arbeit ſtellen zu können. Die Gemeinden werden von Anfang an gewöhnt, trotz ihrer Armuth für Gottes Reich zu geben. Alle haben Armenkaſſen eingerichtet und ſorgen für ihre eigenen Bedürfniſſe in Kirche und Schule. Aeltere Statio⸗ nen zahlen monatlich regelmäßig von 12 bis 25 Dollars in die Miſſionskaſſe. Alles Eigenthum der Miſſion ſteht auf den Namen der Synodalconferenz. „Unſere lieben Miſſionsarbeiter ſind treu und ſelbſtverleugnend in ihrer ſchweren Arbeit, und Gottes reicher Segen ruht auf ihrem treuen Fleiße. Möge unſere Fürbitte und unſere reichen Gaben für dies herrliche Miſſions⸗ werk ihnen ermunternd und ſtärkend zur Seite ſtehen.“ (Bericht der Com⸗ miſſion für Negermiſſion.) Anmerkung: Da die Betreibung der Negermiſſion Sache der Synodal⸗ conferenz iſt, ſo ging die Synode nach Anhörung vorſtehenden Berichtes in welchem auch wir aufs neue zur Freude an dieſem Werk, wie auch zum Eifer für dasſelbe in Fürbitte und Darreichung von unſerm irdiſchen Ver⸗ mögen ermuntert werden, ohne weitere Bemerkungen zur Tagesordnung über. [PRINTED-ERROR: der Kolumnentitel dieſer Seite druckt „Verhandlungeu“ ſtatt „Verhandlungen“ — falſche Type im ſtehenden Satz; wie gedruckt wiedergegeben.]