# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S88 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 88 Verhandlungen der 24ſten Allgemeinen oder „Einen ſchweren Schlag erlitt unſere Miſſion in dem Hinſcheiden unſers erſten Judenmiſſionars, Daniel Landsmann. Schon in der der Synode fol⸗ genden Woche rief ihn Gott aus dieſem Leben ab. Mit großer Treue und ſeltenem Eifer ging er den verlorenen Stammesgenoſſen nach, überall pre⸗ digte er ihnen das Heil in Chriſto JEſu. Er rieb ſich förmlich auf, um dieſes Heil zu verkündigen. Er nahm alles auf ſich, Hohn und Spott, ja, ſelbſt Schläge nahm er hin, weil er es nicht laſſen konnte, von ſeinem Hei⸗ land zu zeugen. Und ſo wie er gelebt hat, iſt er geſtorben. Im freudigen Bekenntniß ſeines lieben HErrn JEſu Chriſti hat er ſein Leben beſchloſſen und hat Glauben gehalten bis ans Ende. Sein Andenken bleibe bei uns im Segen. „Es trat nun an die Commiſſion die Aufgabe heran, einen Nachfolger unſers ſel. Landsmann zu berufen. Unter verſchiedenen Candidaten, welche genannt waren, beſchloß die Commiſſion in einer Verſammlung, welcher der Ehrw. Allgemeine Präſes, Dr. H. C. Schwan, beiwohnte, Miſſionar Nath. Friedmann, Schüler unſers ſel. Landsmann und bis dahin Juden⸗ miſſionar in St. Paul und Minneapolis, Minn., zu berufen. Derſelbe nahm, nachdem er den Beruf als göttlich erkannt hatte, an und wurde am 5. November 1896 in ſein Amt eingeführt. Es iſt nun an einer Ehrw. Synode, ſolches zu beſtätigen. „Ihre Commiſſion hat nun alle Monate regelmäßig Verſammlungen gehalten und die Berichte des Miſſionars gehört. Dieſe Berichte wurden beſprochen und alles berathen, was unſerer Miſſion dienſtlich war. „Miſſionar Friedmann überzeugte bald die Commiſſion, daß es am dienlichſten ſei, wenn er ein eigenes Local habe, wo er am Sonnabend pre⸗ digen und wo er von den Juden, die Unterricht begehren, beſucht werden könne. Es wurde deshalb ein kleines Local gemiethet, ohne daß dadurch die Ausgaben ſonderlich höher wurden. Unſer Miſſionar hat jeden Sams⸗ tag dort gepredigt. Auch hat er in den letzten Monaten eine Samstags⸗ und Sonntagsſchule angefangen, welche von den Kindern ſehr gut beſucht wird. Dieſes Local iſt aber zu klein, es liegt in einem Privathaus und iſt deshalb für unſern Zweck ungenügend. „Wir möchten daher einer Ehrw. Synode vorſchlagen, ein größeres und paſſenderes Local zu miethen und für die größeren Ausgaben das Geld aufzubringen. „Da unſer ſel. Landsmann an irdiſchen Gütern arm war und ſeine Wittwe der Unterſtützung dringend bedurfte, ſo beſchloß die Commiſſion, ihr eine Penſion von $25.00 per Monat zu bewilligen. Unſer Vorſchlag geht nun dahin, ſolches gutzuheißen und dieſe Penſion aus der Allgemeinen Synodalkaſſe zu nehmen. „Als dieſe Penſion für Frau Landsmann bewilligt worden war und der Allgemeine Kaſſirer benachrichtigt wurde, ſchrieb er uns, er müſſe dieſes Geld aus der Kaſſe für Judenmiſſion nehmen, bis die Ehrw. Synode ihm