# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S85 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Neunten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1899. 85 der Hülfsmiſſionen zu Hamburg und Bremen in Deutſchland abhängig ſind, in Zukunft reichlicher mit Collecten und ſonſtigen Beiträgen als es bisher geſchehen iſt, zu bedenken, damit dieſe nöthige und wichtige Miſſion auf⸗ recht erhalten werden kann. Beſchloſſen, daß an alle Betreffenden die Bitte ergehe, der Emi⸗ grantenmiſſionskaſſe auch durch den Kauf von Schiffs⸗ und Eiſenbahnkarten zu Hülfe zu kommen, indem man genannte Fahrkarten nicht durch fremde Agenturen, ſondern durch unſer Pilgerhaus bezieht. Beſchloſſen, daß die Synode es für wünſchenswerth erklärt, wenn durch unſern Emigrantenmiſſionar, Herrn Paſtor Keyl, wann und wo immer thunlich, in den Gemeinden, resp. auf deren Miſſionsfeſten, Vorträge ge⸗ halten werden, durch welche das Pilgerhaus mit ſeiner Miſſion ſtets aufs neue in Erinnerung gebracht und das Intereſſe dafür rege und lebendig er⸗ halten wird. Beſchloſſen, daß keine der beiden Emigrantenmiſſionen in Deutſch⸗ land, weder die in Hamburg noch die in Bremen, aufgehoben, ſondern beide auch in Zukunft weiter geführt werden ſollen. Beſchloſſen, daß beide ſoeben genannte Miſſionen der Freikirche in Sachſen mit der Bitte unterſtellt werden, ſie — die Freikirche — wolle eine Commiſſion für dieſe Miſſionen ernennen, welche dann auch unſerer Synode Bericht zu erſtatten hätte. Beſchloſſen, daß das im Pilgerhaus zu Bremen angebotene Local für Abhaltung von Auswanderer⸗ und andern Gottesdienſten gemiethet und der Miethsbetrag von 500 Mark von uns und Herrn Conſul Louis Lange gleichmäßig getragen werde. Beſchloſſen, daß der Gehalt der beiden Emigrantenmiſſionare, in Hamburg und in Bremen, ſo weit derſelbe nicht aus den geſchäftlichen Transactionen einkommt, ſowie auch der auf uns fallende Theil der Miethe für das Local im Pilgerhaus zu Bremen, aus den Emigrantenmiſſions⸗ kaſſen zu New York und zu Baltimore pro rata beſtritten werden ſollen. Beſchloſſen, daß die Synode erklärt, den Wunſch, ſie wolle dem „Verein für ev.⸗luth. Auswanderer⸗Miſſion“ zahlreiche Glieder auch aus America zuführen, unberückſichtigt zu laſſen, da derſelbe unter den hieſigen Verhältniſſen nicht wohl ausführbar iſt. 2. In Baltimore. „Wieder liegt es uns ob, einer Ehrw. Synode über den Stand der Emigrantenmiſſion zu Baltimore, Md., und unſere Thätigkeit während der drei letzten Jahre, 1896 bis 1899, Bericht zu erſtatten. Wir danken zuvörderſt Gott für alles Gute, das durch dieſe Miſſion etwa ausgerichtet worden iſt ‚an jedermann, allermeiſt aber an des Glaubens Genoſſen‘, und für den Segen, den er auf unſere geringe Arbeit gelegt hat.