# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S83 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Neunten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1899. 83 Paſtor O. Willkomm, und Paſtor W. Hübener (in Kolberg) ſtehen, ſind fol⸗ gende: „§ 1. Der Name des Vereins iſt: Verein für evangeliſch⸗lutheriſche Auswanderer⸗Miſſion. §3. Der Zweck des Vereins iſt im Allgemeinen die Förderung der von der americaniſchen Miſſouri⸗Synode in Deutſch⸗ land unterhaltenen Emigrantenmiſſion und insbeſondere die Beſchaffung eines Unterkommens für chriſtliche Reiſende und Auswanderer, welche nicht in den gewöhnlichen Gaſthäuſern einzukehren wünſchen. § 4. Glied des Vereins kann jeder evangeliſch⸗lutheriſche Chriſt werden, welcher ſich ver⸗ pflichtet, die Zwecke des Vereins zu fördern und einen Jahresbeitrag von beliebiger Höhe zahlt, jedoch mindeſtens 1 Mark (= 25 Cents). § 10. Bei etwaiger Auflöſung des Vereins fällt das Vermögen desſelben an die Emi⸗ grantenmiſſion der Miſſouri⸗Synode in America.“ „Die Emigrantenmiſſion in Bremen iſt in Folge Reduction der Com⸗ miſſionen, die die Agentur aus verkauften Schiffskarten verdient, ſowie Rückgang der deutſchen Auswanderung überhaupt nicht mehr im Stande, ſich, wie früher, ſelbſt zu erhalten, und aus gleichem Grunde rentirt ſich auch das Pilgerhaus nicht mehr. Daß der Fortbeſtand der Miſſion in Bremen eine Nothwendigkeit zur geſegneten Fortführung der Emigranten⸗ miſſion überhaupt iſt, glaube ich nicht erſt nachweiſen zu müſſen. Es iſt auch nach außen bekannt, daß wir die beſten kirchlichen Elemente befördern. Unſere Gegner wiſſen das. Man betonte mir wiederholt, daß die Miſſourier gerade die ernſten ‚evangeliſchen‘ Chriſten aus Deutſchland holen, was natürlich als etwas Unrechtes dargeſtellt wird. Die Emigrantenmiſſion der hieſigen Unirten arbeitet mit weit mehr Nachdruck, als wir es können; ſie wird, wenn wir den Poſten verlaſſen ſollten, ſofort verſuchen, unſer ganzes Werk an ſich zu reißen. Das hieſige Pilgerhaus iſt als Privateigenthum in den Dienſt der Miſſion geſtellt. Man erwartet, daß es ſich rentirt. Das⸗ ſelbe iſt aber — wie ſchon bemerkt — gegenwärtig nicht der Fall. Um es zu erhalten, iſt eine geringe Subvention von etwa 500 Mark nöthig. Dieſe Summe zu erlangen, könnte ein Raum des Hauſes zur Abhaltung von Aus⸗ wanderer⸗ und anderer Gottesdienſte miethsweiſe geliefert werden, der ganz allein dieſem Zwecke zur Verfügung ſteht, ſo daß die 500 Mark gar nicht als Unterſtützung anzuſehen ſind, weil Gegenleiſtung dafür gewährt wird. Betreffs dieſes Raumes diene zur Aufklärung, daß die Gottesdienſte bisher immer im Gaſtraum abgehalten wurden, was Störung für ankommende Gäſte (ſogar Abhaltung derſelben) und für die Gottesdienſte ſelbſt mit ſich bringt. Haben wir erſt ein Gottesdienſtlocal feſt eingerichtet, ſo hoffe ich auch vermöge des Einfluſſes des Herrn Conſul L. Lange (aus den Vereinig⸗ ten Staaten Nordamericas), welcher unſerer Sache ſehr wohlgeneigt iſt, zu erreichen, daß wir auch fremde Auswanderer zum Auswanderer⸗Gottes⸗ dienſte einladen können, was uns bisher verſagt iſt. — Mit Hülfe jener 500 Mark wird aber noch ein Zweites erreicht: Unſere kleine Kirchgemeinde iſt faſt unzertrennlich vom Pilgerhaus. Auch ſie leidet darunter, daß das