# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S82 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 82 Verhandlungen der 24ſten Allgemeinen oder jenem Vereine überein. Wenn nun andere Confeſſionen gar nicht daran denken, in dieſer Uebergangszeit einzuziehen, warum ſollten wir es denn thun? Alle Kirchengemeinſchaften, welche ſich in Nordamerica befinden, haben in den deutſchen Hafenmiſſionen ihre Vertreter, nur die Synodal⸗ conferenz, resp. die Miſſouri⸗Synode nicht. Und zwar aus dem Grunde nicht, weil die Miſſourier es gewagt haben und fort und fort es wagen, die deutſchen Landeskirchen, in rechter Liebe um der in ihnen nicht bloß gedul⸗ deten, ſondern auch aller Orten geförderten und hartnäckig vertheidigten Lehre willen zu ſtrafen. Das iſt der einzige Grund, weshalb die deutſchen Landeskirchen als ſolche den Miſſouriern ſo bitterböſe ſind, daß ſie alle ihre auswandernden Glieder von dieſer Kirchengemeinſchaft zurückhalten zu müſſen glauben. „Zur Erhaltung unſerer Sache hier wären an Comptoirmiethe, Licht und Feuerung 400 Mark, an Gehalt für mich, um mit meiner aus acht Köpfen beſtehenden Familie leben zu können, 3000 Mark, im Ganzen alſo 3400 Mark nöthig. Hiervon ſind im vorigen Jahre an Proviſionen an Paſſagen ungefähr 1800 Mark und an ſonſtigen Einnahmen 500 Mark, im Ganzen alſo 2300 Mark gedeckt worden. — Will's Gott, ſo wird das vorige Jahr mit zu denen gehören, in welchen die Einnahmen ſich auf dem niedrigſten Stande bewegten.“ (Auszug aus dem Bericht des Miſſionars der Emigrantenmiſſion, Herrn W. Vopels, zu Hamburg, Deutſchland.) „Auf die Frage, ob nicht der jeweilige Paſtor in Hamburg die Aus⸗ wanderermiſſion hierſelbſt übernehmen kann, muß ich mit ‚Nein!‘ ant⸗ worten. Denn 1. kann der Paſtor ſich nicht mit Billetverkauf, Gepäck⸗ beſorgung, Geldwechſel u. dgl. befaſſen, ohne ſein Amt zu vernachläſſigen. Und doch iſt es nöthig, die genannten Dinge für die Emigranten zu be⸗ ſorgen. Und 2. kann der Paſtor in Hamburg nicht bei der Einſchiffung der Auswanderer zugegen ſein, weil dieſe am Sonntag⸗Morgen ſtattfindet. Meiner Anſicht nach iſt es das Richtige, Herrn W. Vopel, der conceſſio⸗ nirter Agent der Hamburg⸗America⸗Linie iſt, dauernd als den ‚miſſouri⸗ ſchen‘ Auswanderer⸗Miſſionar in Hamburg anzuſtellen und die ganze Emi⸗ grantenmiſſion in Hamburg in die Hände des in Deutſchland gegründeten Pilgerhaus⸗Vereins zu legen, wie es mit der Emigrantenmiſſion in Bremen ſchon der Fall iſt. Damit nun der Pilgerhaus⸗Verein auch im Stande iſt, die Sache auf die Dauer zu halten, ſo wäre es wünſchenswerth, daß ‚Miſſourier‘ in America ſich dem Verein anſchließen und die Miſſouri⸗ Synode ein etwaiges Deficit der Vereinskaſſe zu decken verſpricht. Dies Deficit dürfte für Bremen und Hamburg zuſammen die Summe von $800.00 nicht überſteigen. Gewiß würde nur ſehr ſelten das Deficit die Höhe von $800.00 erreichen.“ (Auszug aus einem Schreiben des Herrn Paſtor J. M. Michael zu Hamburg, Deutſchland.) Anmerkung: Die hauptſächlichſten Beſtimmungen des Statuts ge⸗ nannten Vereins, an deſſen Spitze der Präſes der ſächſiſchen Freikirche,