# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S80 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 80 Verhandlungen der 24ſten Allgemeinen oder Emigrantenmiſſion. 1. In New York. „Der Bericht über die drei Jahre 1896 bis 1898, den hiermit die Emigrantenmiſſionscommiſſion zu New York einer Ehrw. Synode ab⸗ ſtattet, lautet wiederum ungünſtiger als frühere Berichte. Denn auch in den letzten Jahren hat die deutſche Einwanderung abgenommen im Ver⸗ gleich mit den Vorjahren. In Folge deſſen ſind die Einnahmen des Pilgerhauſes von Jahr zu Jahr geringer geworden. Anzuerkennen iſt, daß uns noch immer viele Skandinavier zugeführt werden durch den in un⸗ ſerm Hauſe wohnenden norwegiſchen Emigrantenmiſſionar, Herrn Paſtor E. Peterſen. Immerhin aber ſteht es ſo, daß das Pilgerhaus durch Be⸗ herbergung von Gäſten, durch Beſorgung von Schiffs⸗ und Eiſenbahn⸗ ſcheinen und Geldſendungen von und nach Deutſchland nicht ſo viel Gewinn erzielen kann, daß alle laufenden Ausgaben mit Einſchluß des Gehaltes unſers Miſſionars beſtritten werden können. Von Seiten unſerer Ge⸗ meinden hat unſere Miſſion auch in den letzten drei Jahren die Unter⸗ ſtützung nicht bekommen, die ſie hätte haben ſollen; bleibt doch am Ende dieſes Termins in der Miſſionskaſſe ein Deficit von $1790.80. Indeſſen bleibt aber die Arbeit unſerer Emigrantenmiſſion auch für die Zukunft ſo nöthig und wichtig, daß an ein Aufgeben dieſes Zweiges der Inneren Miſſion gar nicht zu denken iſt. „In den drei Jahren, über welche hier berichtet wird, beherbergte das Pilgerhaus 8886 Gäſte, 2776 weniger als in den vorhergehenden Jahren. Es wurden 2552 freie Mahlzeiten verabreicht und 790 freie Nachtherbergen gewährt. Wenn Zehrgeld auf die Weiterreiſe mitgerechnet wird, beläuft ſich die Unterſtützung Armer auf $829.26. Vorſchüſſe an Mittelloſe wur⸗ den gemacht im Betrag von $1305.00. Oft kann der augenblicklichen Mittelloſigkeit der Einwanderer nicht anders abgeholfen werden als durch ſolche zeitweilige Vorſchüſſe, die wieder zurückzuerſtatten ſind. Es verſteht ſich wohl von ſelbſt, daß unſer Miſſionar bei Leiſtung ſolcher Vorſchüſſe ſehr vorſichtig iſt und ſie nur gewährt auf Empfehlung ihm bekannter ge⸗ wiſſenhafter Perſonen hin. „Briefe und Poſtkarten wurden erhalten 8766; abgeſandt wurden 7625. Vertheilt wurden an Einwanderer 3400 Kalender, 6000 Tractate, Predigten, kirchliche Blätter ꝛc. Auf dem Pilgerhauſe, welches wegen ſeiner ſehr günſtigen Lage zwar ſtetig im Werthe ſteigt, ruht noch immer eine Schuld von $6249.25, welche Summe jedoch durch unverzinsliche Darlehen gedeckt iſt. „In Hamburg ſteht noch immer Herr Vopel in unſern Dienſten. Wegen der geringen Einnahmen und wegen Mangels an Geldmitteln drängte ſich uns zu verſchiedenen Malen die Frage auf, ob wir nicht dieſen Poſten aufgeben ſollten. Aber immer mußten wir bei reiflicher Ueber⸗