# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S77 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Neunten Delegatenſynode von Miſſouri, Ohio u. a. St. 1899. 77 In der Sitzung der Subcommittee am 27. November 1896 konnte berichtet werden, daß der Schulhausbau auf dieſer Station vollendet ſei, und am 30. April 1897 wurde der Subcommittee auch die Vollendung des Miſſions⸗ hauſes in Kriſhnagiri gemeldet. Am 11. April 1898 wurde der Subcom⸗ mittee zur Kenntniß gebracht, daß eine weitere kleine Schule in Kriſhna⸗ giri eröffnet ſei, und die Committee beſchloß, den Kauf eines Schulhauſes, welches für etwa $8.00 feil war, anzuordnen. „Ueber die Thätigkeit unſerer vier Miſſionare kann im Allgemeinen be⸗ richtet werden, daß dieſelben in herzlicher Einmüthigkeit das beſchwerliche Werk, welches ihnen anvertraut iſt, mit Fleiß und Treue treiben. Zur Pflege der Einigkeit im Geiſte und zu ſorgfältiger Berathung der An⸗ gelegenheiten des Miſſionswerkes im Allgemeinen und der einzelnen Sta⸗ tionen im Beſonderen halten unſere Brüder regelmäßige Conferenzen, über welche ſie der Commiſſion eingehend Bericht erſtatten. Neben dieſen Con⸗ ferenzberichten ſchicken auch die einzelnen Miſſionare Berichte über ihre Thä⸗ tigkeit ein. Endlich ſtehen unſere Miſſionare in ſtetem Verkehr mit uns durch die zwiſchen ihnen und unſerm Miſſionsdirector gepflogene Corre⸗ ſpondenz. „Aus allen dieſen Jahr aus, Jahr ein aus dem fernen Miſſionsgebiete bei uns einlaufenden Mittheilungen iſt nun zu erſehen, daß drüben im Heidenlande durch die im Dienſte unſerer Miſſion ſtehenden Arbeiter die Saat des Evangeliums in den verfloſſenen Jahren unabläſſig ausgeſtreut worden iſt, eine Saat, welche, wie von Alters her, ſo auch heute, und wie in unſerer Nähe, ſo auch drüben in der Ferne die Verheißung hat, daß ſie nicht vergeblich geſchehen ſoll, ſondern, als Wort aus Gottes Munde, thun, was ihm gefällt. Anderſeits müſſen wir aber auch über unſerer Arbeit im Heidenlande erfahren, daß Frucht und Gedeihen nicht unſers Wirkens, ſon⸗ dern Gottes Gabe iſt, und daß wir und unſere lieben Miſſionare das uns anvertraute Werk zu üben haben als ein Werk des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung, und daß auch uns über dieſer Arbeit das Wort unſers HErrn und Heilandes gilt: „Selig ſind, die nicht ſehen, und doch glauben.“ Ob auch vor unſern Augen eine Erſtlingsfrucht unſerer Ausſaat in Indien noch nicht gezeitigt iſt, ſo kann unſer keiner wiſſen, was überall aus der geſtreuten Saat geworden iſt, und wo etwa ein zu jenen Heiden gepredigtes Gottes Wort in einem Heidenherzen mag liegen geblieben ſein, um zu ſeiner Zeit und Stunde zu ſprießen und aus dem dürren Erdreich ſeinen Halm zu treiben. Auch ſind wir keineswegs die Erſten oder Einzigen, welche erfahren müſſen, daß in Heidenlanden die Ernte nicht bald auf die Ausſaat zu folgen pflegt. „Damit hätten wir der Ehrw. Synode vorgelegt, was wir über die ſeit der vorigen Synodalverſammlung verfloſſenen drei Jahre in Abſicht auf unſere Miſſion zu berichten haben. „Was nun die Fortſetzung des in Oſtindien angefangenen und zu ſeinem gegenwärtigen Beſtande gediehenen Miſſionswerkes betrifft, ſo hat ſich ſo⸗