# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S76 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 76 Verhandlungen der 24ſten Allgemeinen oder Herrn Profeſſor Zuckers, beſchloſſen, daß nach Einholung der Vota der auswärtigen Glieder der Commiſſion, falls dieſe eine Stimmenmehrheit oder Einſtimmigkeit für Herrn Freches Anſtellung in Indien ergäben, dem⸗ ſelben eine Berufsurkunde ausgefertigt werde. Nach Ausführung dieſes Be⸗ ſchluſſes konnte der Subcommittee in einer Verſammlung am 3. Februar 1898 das Annahmeſchreiben Herrn Miſſionar Freches vorgelegt werden, und da derſelbe der tamuliſchen Sprache in dem Maße mächtig war, daß er ſofort in die Miſſionsarbeit mit Predigen und Lehren eintreten konnte, auch mitt⸗ lerweile unſere Miſſionare in Indien ihre Rathſchläge und Empfehlungen in Abſicht auf die Gründung einer weiteren Miſſionsſtation eingeſandt hatten, beſchloß die Subcommittee am letztgenannten Tage nach Abwägung der zu ihrer Kenntniß gebrachten Umſtände Herrn Miſſionar Freche die Stadt Vaniyambadi nebſt Umgebung als ſeine Miſſionsſtation anzuweiſen und ein Haus zur Wohnung für den Miſſionar in genannter Stadt zu miethen. Bald jedoch ſtellte ſich die Nothwendigkeit der Errichtung eines Stations⸗ hauſes in Vaniyambadi heraus, und unſere Miſſionare erhielten die Wei⸗ ſung, ſich nach Bauplätzen umzuſehen, von denen die Commiſſion einen zum Ankauf auswählen könnte. Indeß ſtieß die Wahl eines Bauplatzes auf be⸗ trächtliche Schwierigkeiten, und erſt am 24. Februar dieſes Jahres konnte der Subcommittee berichtet werden, daß nunmehr ein paſſendes Landſtück gefunden ſei, welches die Regierung koſtenfrei unſerer Miſſion zum Eigen⸗ thum übertragen habe. Auf demſelben wurde, um die theure Miethe zu ſparen, mit Genehmigung der Subcommittee, ein proviſoriſches Lehmhaus für ungefähr $130.00 errichtet, in welchem der Miſſionar bis zur Vollen⸗ dung des Stationshauſes wohnen ſoll. „In einer Verſammlung am 12. März 1899 hatte aber die Sub⸗ committee ſich mit der Frage zu beſchäftigen, ob und wo auf unſerm Miſ⸗ ſionsgebiete in Indien eine vierte Station anzulegen ſei. Nach den ein⸗ gelaufenen Berichten waren nämlich unſere Miſſionare darüber einig, daß Miſſionar Kellerbauer, der bisher an Miſſionar Näthers Seite gearbeitet hatte, nunmehr eine eigene Station in Angriff nehmen ſollte. Nach ſorg⸗ fältiger Erwägung und Vergleichung der über die in Frage kommenden Oertlichkeiten eingeſandten Mittheilungen und Karten beſchloß die Sub⸗ committee, den Miſſionaren die etwa zwölf Meilen von Kriſhnagiri gelegene Stadt Barugur nebſt den zahlreichen in der Umgegend gelegenen Dörfern als das Gebiet zu bezeichnen, auf welchem, nach dem Ermeſſen der Sub⸗ committee, Herr Miſſionar Kellerbauer die dort ſchon begonnene Arbeit fortſetzen ſollte. Zugleich wurde auch beſchloſſen, den Bau eines billigen Lehmhauſes zur proviſoriſchen Wohnung des Miſſionars auf der neuen Station anzuordnen. „Auf unſerer erſten Station, Kriſhnagiri, hat unterdeß die Arbeit des Herrn Miſſionar Näther, dem, wie bemerkt, bis vor Kurzem Herr Miſſionar Kellerbauer zur Seite geſtanden hat, ihren ruhigen Fortgang genommen.