# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S64 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 64 Verhandlungen der 24ſten Allgemeinen oder Hände oft gar nicht, oft nur zu geringem Lohn zu haben; manchen Chriſten war es daher nicht möglich, ſo reichlich für Miſſion zu opfern, als ihre Liebe es wünſchte, aber in Rückſicht auf dieſe Verhältniſſe haben ſchon Miſſions⸗ commiſſionen ihre Unternehmungen beſchränkt. Die Erfahrung hat's er⸗ härtet, daß wir in dieſem Lande noch ein Feld für dieſe Arbeit des Sam⸗ melns und Erbauens haben, die Thüren ſind uns noch nicht geſchloſſen, aber es iſt ebenſo eine Thatſache: wegen Mangels an Geldmitteln haben Miſſionsbeſtrebungen gedämpft werden, wegen Mangels an Geldmitteln haben Miſſionsdiener auf ihren geringen Unterhalt warten und warten müſſen. Unſere Reiſeprediger und ſonſtige Arbeiter in dieſem Werk ſind wahrlich nicht ſo geſtellt, daß ſie in Luxus ſchwelgen können; es iſt deren aber eine große Menge, die von uns in dieſen Dienſt des Heiligthums ge⸗ ſtellt ſind und uns auf die Hände ſehen müſſen. Eine größere Zahl könnte noch ausgeſandt werden. Die Miſſionsarbeit iſt mancherorts koſtſpieliger geworden. Der einzelne Reiſeprediger muß mit der Eiſenbahn weite Strecken fahren; wir müſſen die liegen gebliebenen Aehren ſammeln, wo Falſchgläu⸗ bige ſchon geerntet haben; wir ſind gezwungen, auch in volkreichen Städten Miſſionare längere Zeit zu unterhalten, und nicht ſelten geraume Zeit nicht zu ſehen, ſondern nur zu hoffen, dazu ſind unſere Feinde ſehr eifrig im Sammeln für die, welche in der Lehre vom HErrn weichen, und kommen uns zuvor, wenn wir nicht offene Augen und gefüllte Hände zum Ausſenden und Erhalten von Erntearbeitern haben. Gott Lob für die Gnade, daß der Ruf: Ach, um Arbeiter! Ihr Miſſourier habt ja keine genügende Anzahl Prediger, immer und immer wieder müſſen wir vergeblich bitten — dadurch faſt ganz verhallt iſt, daß der HErr unſere Lehranſtalten zu fruchtbaren Müttern gemacht hat, die uns viele tüchtige und eifrige Diener zur Ver⸗ fügung ſtellen. Liebe Brüder, iſt es nun nicht um ſo mehr unſere heilige Liebespflicht, fröhlich und munter zu ſein, von dem irdiſchen Segen mitzu⸗ theilen, damit Gott doch vielen, vielen Gliedern unſerer theuren Kirche mehr und mehr die Hände gefüllt hat? Iſt's, daß Gott uns ſo geführt hat, iſt's nicht ein freundlicher Wink von ihm, daß wir auch dann, wenn wir über unſer irdiſch Hab und Gut teſtamentariſch verfügen, durch ein Legat, eine Stiftung, auch der geſegneten Arbeit gedenken, durch welche Brüder und Schweſtern in die durch Chriſtum offene Himmelsthür geführt und die Tiſche im Hauſe Gottes hier und droben immer voller werden? „Zur Erhärtung des Geſagten über die Bedürfniſſe und den Mangel ſei hier nur ein Geſuch um Unterſtützung eingeſchaltet, wie ſie nicht ſelten einlaufen. Es heißt darin: ‚Unſere Noth iſt einmal wieder beſonders groß, und wir ſollten einen Zuſchuß von $2090.48 haben, um in dem eben begonnenen Quartal unſern Obliegenheiten nachzukommen. Bitte, thun Sie für uns, was Sie können. Wir könnten und ſollten noch mehr Leute anſtellen, wenn wir nur Geld hätten. Bei der kommenden Synode wird man wohl ein Mehreres darüber von unſerm Diſtrict hören.‘ Wir konn⸗