# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S58 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 58 Verhandlungen der 24ſten Allgemeinen oder „Der Geſundheitszuſtand iſt in den drei Jahren in der Anſtalt ein ganz vorzüglicher geweſen. Schwere Krankheitsfälle ſind gar nicht vor⸗ gekommen und auch leichte Erkrankungen ſind verhältnißmäßig wenige geweſen. Die Aufſichtsbehörde hat nach der Weiſe anderer Synodal⸗ anſtalten mit einem Arzte ein Abkommen getroffen, nach welchem derſelbe jährlich von jedem Schüler $2.00 erhält, wofür er alle vorkommenden Fälle behandelt und die Medicamente liefert. „Der unter den Schülern herrſchende Geiſt iſt in den drei Jahren ein vortrefflicher geweſen und iſt es noch. Die Disciplin iſt daher ſehr leicht. Ohne Murren unterwerfen ſich die Schüler der Anſtaltsordnung und ſind ſelbſt beſtrebt, dieſelbe unter ſich aufrecht zu erhalten. Grobe Vergehen ſind in den drei Jahren gar keine vorgekommen, und niemals haben daher ſtringente Maßregeln zur Erhaltung der Zucht und Ordnung ergriffen und hat auch kein Schüler als ein Unwürdiger ausgewieſen werden müſſen. „Auch an Fleiß hat es unter den Schülern in den drei Jahren nicht gefehlt. Dieſelben ſind durchweg redlich bemüht geweſen, den an ſie ge⸗ ſtellten Anforderungen Genüge zu leiſten. Wenn man nun Anlaß genommen hat zu der Klage, daß in unſerer Anſtalt nicht durchweg dasſelbe Maß der Leiſtungen erreicht werde, wie in den entſprechenden Klaſſen der Voll⸗ gymnaſien, ſo liegt das theils an der ungemein ſchwachen Vorbildung, die die meiſten bei uns neu eintretenden Schüler aus den noch nicht ſo ent⸗ wickelten Pfarrſchulen unſers Weſtens mitbringen, theils aber auch an ſonſtigen Umſtänden, deren baldige Beſeitigung die Aufſichtsbehörde für höchſt wünſchenswerth hält. „Was die äußeren Angelegenheiten der Anſtalt betrifft, ſo haben wir nur ſo viel Geld für Reparaturen verbraucht, als für die Inſtandhaltung des Anſtaltseigenthums abſolut nothwendig war. Außer dem Anſtreichen des Holzwerkes an der Innen⸗ und Außenſeite der Gebäude, der Reſtaurirung einzelner Zimmer, dem Bau eines Kohlenſchuppens, der Miethe für drei Profeſſorenwohnungen, iſt die einzige größere Ausgabe in den drei Jahren noch durch die Herſtellung eines Fußwegs aus Steinplatten vor der Anſtalt entſtanden. Ein ſolcher aus Brettern wäre freilich um die Hälfte billiger gekommen, hätte aber ſtets der Reparatur und von Zeit zu Zeit immer wieder der Neuherſtellung bedurft. Nun iſt die Arbeit ein für allemal gethan und die Ausgabe ditto gemacht. „Schließlich erlauben wir uns noch die Bitte, die Anſtalt, was Biblio⸗ thek und Lehrmittel betrifft, auf gleiche Stufe mit andern ähnlichen An⸗ ſtalten ſtellen zu wollen. Zur Bibliothek iſt durch die Liebe einiger Brüder bereits ein hübſcher Anfang gemacht. Von Lehrmitteln iſt jedoch nur ſehr wenig vorhanden. Die phyſikaliſchen Apparate ſind z. B. faſt gänzlich Privateigenthum des betreffenden Profeſſors.