# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S56 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 56 Verhandlungen der 24ſten Allgemeinen oder mit dem Einfrieren der Waſſerröhren war, mußten wir unter dies Gebäude ein Steinfundament ſetzen. Indem wir hierzu die außerordentlich guten Ziegelſteine des früheren Maſchinenhauſes gebrauchten, konnten wir dies ausführen mit dem verhältnißmäßig ſehr geringen Koſtenpreis von $450.00. Der gute Erfolg dieſer Verbeſſerung hat inſonderheit in dieſem kalten Winter gezeigt, daß wir dieſelbe den darin Wohnenden ſchuldig waren. „Das hohe Intereſſe, welches unſer Diſtrict der Anſtalt ſchon ſtets ent⸗ gegengebracht hat, iſt noch im fortwährenden Steigen begriffen, daher wir der Synode die erfreuliche Mittheilung machen können, daß einmal der Diſtrict die Bezahlung der drei Lotten, auf welchen zum Theil die oben⸗ genannte Profeſſorenwohnung ſteht, in die Hand genommen hat und wir die einverleibenden Papiere dieſes Grundbeſitzes haben nach St. Louis ſenden können. Ferner hatte der Diſtrict uns ermuntert, eine Pfeifenorgel anzuſchaffen. Dieſelbe iſt ein von Fachmännern geprüftes und anerkanntes Werk, welches wir für $500.00 erſtanden haben, zu deſſen Bezahlung aus dem Diſtrict bereits $332.00 gefloſſen ſind, aus welcher Quelle ohne Schwierigkeit auch der Reſtbetrag fließen wird. Welche Ausſicht auf die Zukunft unſere Anſtalt hat, kann man aus dem Umſtand erſehen, daß ſchon jetzt für das nächſte Schuljahr 15 Schüler zur Aufnahme gemeldet wor⸗ den ſind. „Zum Schluſſe erlauben wir uns, die Anfrage an die Synode zu rich⸗ ten, ob dieſelbe uns nicht geſtatten wolle, das Schulgeld der Schüler, die ſich weder dem Predigt⸗ noch dem Schulamt widmen, zu ihrer eigenen wei⸗ teren Ausbildung anzuwenden. „An den Synodalſäckel haben wir keinerlei Forderung zu ſtellen, auch keinerlei Vorſchläge für die Zukunft zu machen, fordern die Synode nur auf, mit uns anzuerkennen, daß Gott der HErr unſerer Anſtalt gnädig ge⸗ weſen iſt.“ (Bericht der Aufſichtsbehörde zu St. Paul, Minn., datirt: 23. Februar 1899.) „Nachtrag: Am 5. März hat Gott unſere Anſtalt ſchwer heimgeſucht, indem der obere Theil unſeres Hauptgebäudes durch Feuer zerſtört wurde. Die Aufſichtsbehörde hat beſchloſſen, das Gebäude der Synode zu erhalten, und ſah ſich durch die Umſtände genöthigt, zur Ausführung dieſes Beſchluſſes die erſten Schritte zu thun. Die Begründung dieſes Vorgehens erlaubt ſich die Behörde der Ehrw. Allgemeinen Synode mündlich vorzulegen bei Ge⸗ legenheit ihrer Sitzung.“ Nach dem mündlichen Bericht der Aufſichtsbehörde iſt die Urſache der Entſtehung des Feuers im College zu St. Paul eine unbekannte. Man ver⸗ muthet Selbſtentzündung. Der Schade, welcher durch dieſes Feuer an⸗ gerichtet wurde, beträgt in runder Summe $5000.00. Von dieſer Summe ſind bereits $3500.00 aus den Gemeinden des Synodalverbandes einge⸗ gangen: $3000.00 allein aus den Gemeinden des Minneſota⸗ und Dakota⸗ Diſtricts. Verbleibt alſo ein Reſtbetrag von $1500.00.