# LCMS Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1899_S52 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 52 Verhandlungen der 24ſten Allgemeinen oder Studium der Theologie zu widmen, ſondern etwa eine Staatsuniverſität zu beziehen. „II. Die Zahl der Schüler war: 1896—1897: 207; 1897—1898: 219; 1898—1899: 188. Der Rückgang während des letzten Jahres kommt daher, daß nur 7 Schüler aus den Progymnaſien in unſere Anſtalt eintraten gegen 28 im Vorjahre. — In Bezug auf das Verhalten der Schüler dürfen wir mit Dank gegen Gott bezeugen, daß dieſelben ihre Pro⸗ feſſoren achten und lieben, und wiſſen, daß ſie hier ſind, um zu arbeiten. Inſonderheit darf von den Oberklaſſen geſagt werden, daß ſich ein reger Eifer bei ihnen kund gibt, und daß ſie — Ausnahmen zugeſtanden — zu ſchönen Hoffnungen berechtigen. — Es iſt ja hie und da auch etwas Be⸗ klagenswerthes vorgefallen und mußten etliche Schüler relegirt werden. Aber wir fragen: 1. Wo in aller Welt, auch in der Chriſtenheit, kommen denn nicht neben erfreulichen auch beklagenswerthe Dinge vor? 2. Iſt nicht gerade dies das beſte Zeugniß für die Handhabung guter Zucht, wenn Exceſſe gar bald zur Kenntniß des Directors, resp. Lehrercollegii, gelangen, ſei es durch deren Wachſamkeit, ſei es durch Anzeige von Seiten der Schüler, und wenn ſchlimmen Exceſſen, ſobald ſie bekannt werden, Relegation auf dem Fuße folgt? Im Uebrigen dürfte es nicht überflüſſig ſein, zu erwähnen, daß die Exceſſe, die zur Relegation von Schülern führten, meiſt Wieder⸗ holungen waren von Ausſchreitungen, zu denen die Betreffenden nach ihrem eigenen Geſtändniß ſich in den Sommerferien hatten verleiten laſſen. Kurz: Gottes Wort iſt die regierende Kraft in unſerer Anſtalt, und wer ſich ihr entziehen will, hat keinen Platz in unſerm Gymnaſium. „III. Der von der Synode in ihrer letzten Sitzung beſchloſſene Bau einer neuen Directorenwohnung iſt ausgeführt worden, auch iſt die Woh⸗ nung des Herrn Prof. Huth, wie beſchloſſen, vergrößert worden. Die für beide Bauten bewilligte Summe von $5000.00 iſt nicht überzogen worden. — Außerdem iſt noch ein Gebäude errichtet worden, welches nicht von der Synode beſchloſſen war, für welches aber auch die Kaſſe der Synode nicht belaſtet worden iſt. Es iſt dies ein Collegehospital. Bei den ſo dürftigen Räumlichkeiten war die Beſchaffung eines Hospitals ſchier geboten. Nach reiflicher Ueberlegung wurde dasſelbe gebaut, theil⸗ weiſe von dem aus der alten Directorenwohnung genommenen Material, theilweiſe von Geldern, die der Anſtalt zugefloſſen waren und über welche die Behörde frei verfügen konnte. Welch ein Segen dieſes Hospital iſt, das erfahren wir gerade zur Zeit der Verabfaſſung gegenwärtigen Berichts (Mitte März). Da gegenwärtig einige Schüler an der Diphtheritis er⸗ krankt ſind, würde in Ermangelung eines Hospitals die Anſtalt einfach unter Quarantäne geſtellt und der Unterricht auf Wochen unterbrochen wor⸗ den ſein. Zu bedauern iſt nur, daß uns nicht genügend Mittel zur Ver⸗ fügung ſtanden, das Hospital etwas größer und ſo zu bauen, daß ein Theil desſelben von den andern Räumlichkeiten gänzlich abgeſchloſſen iſt.